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01.08.2014

11:16 Uhr

Außenministerin

Italien nominiert Mogherini für Ashton-Nachfolge

Italiens Regierungschef Matteo Renzi schlägt die bisherige Außenministerin Federica Mogherini offiziell als Nachfolgerin der EU-Außenbeauftragten Catherine Ashton vor. Die Osteuropäer sind skeptisch.

Italien Außenministerin Federica Mogherini: Renzis Personalvorschlag kommt nicht überraschend. Seit Wochen wirbt der Sozialdemokrat für Mogherini. dpa

Italien Außenministerin Federica Mogherini: Renzis Personalvorschlag kommt nicht überraschend. Seit Wochen wirbt der Sozialdemokrat für Mogherini.

RomDie italienische Regierung hat ihre Außenministerin Federica Mogherini offiziell für den Posten der EU-Außenbeauftragten und stellvertretenden Kommissionschefin nominiert. In einem Brief an den designierten Kommissionspräsidenten Jean-Claude Juncker schlug Italiens Regierungschef Matteo Renzi am Freitag Mogherini für die Nachfolge der bisherigen EU-Außenbeauftragten Catherine Ashton vor. Bei ihrem letzten Gipfeltreffen Mitte Juli hatten sich die 28 Staats- und Regierungschefs nicht auf eine Zusammensetzung der künftigen Kommission einigen können.

Renzis Personalvorschlag kommt nicht überraschend. Seit Wochen wirbt der Sozialdemokrat für Mogherini, doch stößt die Außenministerin insbesondere bei den osteuropäischen Staaten auf Skepsis. Sie gilt ihren Kritikern als zu unerfahren für den wichtigen Posten und inmitten der Ukraine-Krise auch als zu russlandfreundlich. Die Staats- und Regierungschefs der EU wollen am 30. August auf einem außerordentlichen Gipfeltreffen eine Einigung über die Zusammensetzung der Kommission erzielen. Die Länder waren aufgefordert, bis Donnerstag ihre Kandidaten für die Kommissionsposten zu nominieren.

Meilensteine der EU

25. März 1957

Die Bundesrepublik Deutschland, Belgien, Frankreich, Italien, Luxemburg und die Niederlanden schließen die Römischen Verträge zur Gründung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) und der Europäischen Atomgemeinschaft (EURATOM).

1968

Die Länder der EWG vollenden den Binnenmarkt und schaffen alle Zölle auf gegenseitige Exporte und Importe ab.

1. Januar 1973

Dänemark, Irland, Großbritannien und Nordirland treten der EWG und EURATOM bei.

1. Januar 1981

Griechenland tritt der EWG bei.

1. Januar 1986

Portugal und Spanien treten der EWG bei.

7. Februar 1992

Maastrichter Vertrag über die Europäische Union. Die europäische Zusammenarbeit wird über die Politik hinaus auf Bildung, Kultur, Gesundheitswesen, Verbraucherschutz, Industrie, Entwicklungshilfe, Außen- und Sicherheitspolitik, Justiz und Inneres erweitert. Außerdem wird die Gründung der europäischen Gemeinschaftswährung Euro beschlossen.

1. Januar 1995

Österreich, Schweden und Finnland treten der Europäischen Union bei.

16 März 1995

Inkrafttreten des Schengener Abkommens über den Wegfall der Personenkontrollen an den Binnengrenzen.

1. Januar 1999

11 EU-Länder führen die Gemeinschaftswährung Euro ein – darunter Deutschland. Zunächst als Buchgeld, ab 1. Januar 2001 mit eigenen Münzen und Scheinen.

1. Mai 2004

Die EU erweitert sich nach Osten und nimmt Polen, Tschechien, Ungarn die Slowakei, Slowenien und die drei baltischen Staaten auf. Außerdem treten Zypern und Malta der EU bei.

1. Januar 2007

Bulgarien und Rumänien werden EU-Mitglied.

10. Dezember 2012

Die EU erhält den Friedensnobelpreis wegen ihres Beitrags zur Förderung von Frieden, Versöhnung und Demokratie.

Von

afp

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