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14.06.2017

10:40 Uhr

Australien

Millionen-Entschädigung für Bootsflüchtlinge

Australien will einen Rechtsstreit mit fast 2000 Flüchtlingen beenden – dafür zahlt das Land eine Entschädigung in Millionenhöhe. Die Flüchtlinge waren gegen ihren Willen auf eine Pazifik-Insel gebracht worden.

Australien zahlt insgesamt 70 Millionen Australische Dollar an Bootsflüchtlinge. Das Land lehnt es grundsätzlich ab, Asylsuchende aufzunehmen, die mit dem Boot ankommen. dpa

Flüchtlingsboot

Australien zahlt insgesamt 70 Millionen Australische Dollar an Bootsflüchtlinge. Das Land lehnt es grundsätzlich ab, Asylsuchende aufzunehmen, die mit dem Boot ankommen.

SydneyMit einer Rekordentschädigung in Millionenhöhe will Australien den Rechtsstreit um mehr als 1900 Bootsflüchtlinge beenden, die gegen ihren Willen auf einer abgelegenen Pazifik-Insel festgesetzt wurden. Die Flüchtlinge sollen insgesamt 70 Millionen Australische Dollar (etwa 47 Millionen Euro) erhalten. Auf diesen Vergleich einigten sich Regierung und Anwälte der Flüchtlinge am Mittwoch in Melbourne. Zudem übernimmt der Staat nach Angaben beider Seiten Gerichtskosten von umgerechnet mehr als 13,5 Millionen Euro.

Das Geld soll an 1905 Bootsflüchtlinge ausgezahlt werden, die eigentlich nach Australien wollten, dann aber auf die Pazifik-Insel Manus gebracht wurden, die zu Papua-Neuguinea gehört. Australien lehnt es grundsätzlich ab, Asylsuchende aufzunehmen, die mit dem Boot ankommen. Mit den Pazifikstaaten Papua-Neuguinea und Nauru hat es Abkommen zu deren Unterbringung geschlossen.

Von

dpa

Kommentare (5)

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Herr Holger Narrog

14.06.2017, 11:12 Uhr

Das ist preiswerter und besser als in Deutschland.

Wenn man die Kosten eines Einwanderers nach Deutschland, H4, Wohngeld, Krankenversicherung, Betreuung, Infrastrukturnutzung, Polizei und Behörden vorsichtig auf 20000 €/Jahr schätzt, ist die Entschädigung von 25.000 € pro Person zzgl. Anwaltskosten sehr preiswert.

Sinnvoll ist es auch in Australien die Gesetzeslage anzupassen und die Gerichte (linke Richter) zu reformieren.

Herr Alessandro Grande

14.06.2017, 11:24 Uhr

Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

Herr Peter Spiegel

14.06.2017, 11:49 Uhr

Alles ist billiger als die Sozialkosten für Zuwanderer auf Generationen und die folgenden Bürgerkriege.

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