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30.01.2017

10:14 Uhr

Australien

Trump will Flüchtlinge aufnehmen

Der US-Präsident verspricht, ein Vorhaben der Obama-Regierung umzusetzen und Flüchtlinge von Inseln im Pazifik aufzunehmen – obwohl er gerade erst eine strengere Haltung gegenüber muslimischen Einwanderern eingenommen hat.

Australiens Premier sagte, Donald Trump stehe zu der Vereinbarung, Flüchtlinge aufzunehmen. AP

Malcolm Turnbull

Australiens Premier sagte, Donald Trump stehe zu der Vereinbarung, Flüchtlinge aufzunehmen.

CanberraUS-Präsident Donald Trump ist nach Angaben des australischen Premierministers Malcolm Turnbull zur Umsiedlung von Flüchtlingen bereit, die in Lagern auf Inseln im Pazifik festgehalten werden. Trump habe während eines 25-minütigen Telefongesprächs am Sonntag zugestimmt, eine nicht näher angegebene Zahl Flüchtlinge aufzunehmen, wie dies in den letzten Monaten der vorherigen US-Regierung von Barack Obama versprochen worden sei, sagte Turnbull am Montag.

Die Obama-Regierung hatte zugestimmt, Flüchtlinge unter den fast 1.300 Asylbewerbern umzusiedeln, die in den Inselstaaten Nauru und Papua-Neuguinea festgehalten werden. Auch 370 weitere Menschen, die zur medizinischen Behandlung nach Australien kamen und dann die Rückkehr auf die Inseln verweigerten, kämen für eine Umsiedlung in Frage. Turnbull wollte nicht sagen, wie viele Flüchtlinge in den USA umgesiedelt werden könnten.

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Die meisten der Asylbewerber sind Muslime aus dem Nahen Osten, Afrika und Asien. Trump hatte am Freitag eine Anordnung zur Einwanderung herausgegeben, wonach Staatsbürger aus den sieben mehrheitlich muslimischen Ländern Irak, Syrien, Iran, Sudan, Libyen, Somalia und Jemen drei Monate lang nicht in die USA einreisen dürfen.

Turnbull wollte das am Montag nicht kommentieren. Es sei nicht sein Job, „einen Kommentar zur Innenpolitik anderer Länder“ abzugeben, sagte er.

Seit 2013 verweigert Australien die Aufnahme aller Flüchtlinge, die das Land per Boot zu erreichen versuchen. Das Land bezahlt Nauru und Papua-Neuguinea für die Unterbringung der Flüchtlinge. Wenige Flüchtlinge haben Angebote für eine Umsiedlung in Papua-Neuguinea oder Kambodscha angenommen, weil die meisten hoffen, dass Australien sie letztendlich aufnehmen wird.

Von

ap

Kommentare (1)

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Herr Holger Narrog

30.01.2017, 14:00 Uhr

Australien interniert die Einwanderer die illegal einreisen, oder deren Heimatstaat diese nicht zurücknehmen möchte.

Es wundert mich, dass Fr. Merkel und ihre schwarzen, roten und grünen Genossen noch nicht auf die Idee gekommen sind diese Menschen aufzunehmen. Vielleicht ändert sich das nach der Wahl.

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