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02.02.2011

08:58 Uhr

Auszeichnung

Wikileaks soll den Friedensnobelpreis bekommen

Wikileaks gehört zu den Kandidaten für den diesjährigen Friedensnobelpreis. Wie die Nachrichtenagentur NTB am Mittwoch meldete, hat der Osloer Parlamentsabgeordnete Snorre Valen das Enthüllungsportal offiziell beim Nobelinstitut vorgeschlagen.

Soll ausgezeichnet werden: das Enthüllungsportal Wikileaks. Quelle: DAPD

Soll ausgezeichnet werden: das Enthüllungsportal Wikileaks.

HB OSLO. Der Linkssozialist sagte zur Begründung, Wikileaks sei „einer der wichtigsten Beiträge dieses Jahrhunderts zu Meinungsfreiheit und Transparenz“.

Als jüngstes Beispiel verwies der Norweger auf die Enthüllung der persönlichen Bereicherung des tunesischen Ex-Präsidenten Zine el Abidine Ben Ali. Dies habe zum Ende einer knapp 25 Jahre währenden Diktatur beigetragen. „Wikileaks hat mit seinen Publikationen Korruption, Rechtsbrüche durch Regierungen und Unternehmen und vor allem auch gesetzwidrige Überwachung, Kriegsverbrechen und Folter durch eine Reihe von Staaten enthüllt“, erklärte Valen.

Die Nominierungsfrist für den Friedensnobelpreis läuft jedes Jahr am 1. Februar ab. Das Osloer Komitee gibt seine Entscheidung im Oktober bekannt. Im letzten Jahr wurde der inhaftierte chinesische Menschenrechtler Liu Xiaobo ausgezeichnet. Der Preis ist mit zehn Millionen schwedischen Kronen (1,1 Mio Euro) dotiert.

Kommentare (1)

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Skeptiker

02.02.2011, 13:22 Uhr

ich kann das alles nicht mehr glauben. Der 2 Friedensnobelpreis innerhalb kurzer Zeit für den amerikanischen Regierungsapparat. Erst bekommt Obama einen (warum auch immer?) und jetzt das CiA Projekt WikiLeaks. Mensch Leute da draußen, fangt mal wieder an Eure eigenen Gedanken kreisen zu lassen und vertraut nicht blind solchen Geschichten wie WikiLeaks. Eine Überlegung sollten sich alle stellen: Wer profitiert am Meisten von den WikiLeaks Veröffentlichungen? Diese welche oberflächlich am Schlechtesten abschneiden (USA), profitieren am Meisten. Die USA hatte mit einem immensen Problem zu kämpfen: Niemand vertraut mehr auf das was die USA sagt. Ergo verlor die USA immer mehr an bedeutung, weil ihnen keiner mehr Glauben schenkte. Nun kommt WikiLeaks auf die Mattscheibe. Alle halten dieses Medium für unabhängig und äußerst glaubwürdig. ich sags mal so: Mit WikiLeaks haben wir ein weltweites Medium dem alle Vertrauen schenken; nun könnten ja gezielt informationen veröffentlicht werden, welche die Strategie der USA unterstützt (z.b. Putsche und Revolutionen im muslimischen Nahen Osten).

Vielleicht liege ich auch völlig falsch, aber in einem Punkt sollten wir uns alle optimieren: bitte fangt an Eure eigenen Schlüsse aus Euren eigenen Gedanken zu machen. Es ist so wichtig, dass wir nicht alles glauben was uns über die MEDiEN zugespielt wird.

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