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15.02.2013

16:48 Uhr

Autoritäres Regime

Nordkorea bereitet weiteren Atomtest vor

Die Sprengkraft soll beim neuen Versuch höher sein. Hinzu kommt ein Raketenstart. Die EU bereitet bereits Sanktionen vor, auch China will bislang mitziehen. Kim Jong Un ist härter als sein Vater und setzt auf Konflikt.

Der nordkoreanische Diktator Kim Jong Un: Aus Kreisen ist zu erfahren, er gebe sich deutlich härter als sein Vater. dpa

Der nordkoreanische Diktator Kim Jong Un: Aus Kreisen ist zu erfahren, er gebe sich deutlich härter als sein Vater.

PekingNordkorea hat seinen Verbündeten China nach Angaben eines Insiders über Vorbereitungen für weitere Atomtests informiert. "Es ist alles gerichtet. Ein vierter und ein fünfter Atomtest sowie ein Raketenstart könnten bald folgen", sagte am Freitag ein Informant, der direkten Zugang zu den Spitzen der Regierungen in Peking und Pjöngjang hat und den Text der Ankündigung kennt. Der nächste Atomtest werde mit zehn Kilotonnen TNT eine größere Sprengkraft haben als der weltweit verurteilte dritte Atomtest Nordkoreas am Dienstag. Ziel der Drohungen sei es, die USA zu Gesprächen mit Nordkorea zu zwingen.

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Der neue Atomtest in Nordkorea könnte einen Rüstungswettlauf in der Region auslösen. Südkorea will neue Raketen mit größerer Reichweite bauen. Die Politik ist alarmiert und hofft, dass China Pjöngjang zur Räson bringt.

Das isolierte Nordkorea hatte im Dezember eine Langstreckenrakete getestet und am Dienstag einen Atomsprengsatz unterirdisch gezündet. Er hatte nach vorläufigen Berechnungen eine Sprengkraft von sechs bis sieben Kilotonnen TNT. Zum Vergleich: Die Hiroshima-Bombe hatte eine Stärke von etwa 20 Kilotonnen. Der UN-Sicherheitsrat verurteilte den Test. Die USA kündigten einen Vorstoß für schärfere Sanktionen an. Die EU-Staaten wollen die seit 2006 geltenden Strafmaßnahmen gegen das kommunistische Land am Montag verschärfen. Nach Angaben von Diplomaten sollen etwa Anleihekäufe, Kredite oder der Edelmetallhandel verboten werden. Auch werde die Liste der Güter ausgeweitet, die zu Entwicklung und Bau von Atomraketen genutzt werden können. Zudem ist ein Einreiseverbot in die EU gegen weitere Personen geplant.

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Der Informant in Peking sagte, China werde weitere drastische Sanktionen wohl mittragen. Allerdings werde die Regierung in Peking anders als nach einem vorherigen Atomtest diesmal nicht die Lebensmittel- und Treibstofflieferungen an den Nachbarn unterbrechen.

Kommentare (1)

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15.02.2013, 21:25 Uhr


Mal sehen, wie lange der von "Friedensengel" "weichgespülte" Westen sowie Südkorea und andere benachbarte Staaten, einschließlich China, sich von diesem total durchgeknallten Diktator auf der Nase rumtanzen lassen und wie lange das nordkoreanische Volk bereit ist geduldig zu hungern und zu frieren.

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