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12.03.2014

01:58 Uhr

Bachelet tritt zweite Amtszeit an

„Chile hat einen großen Feind namens Ungleichheit“

Michelle Bachelet (62) ist erneut als Präsidentin Chiles vereidigt worden. Die Sozialistin tritt die zweite Amtszeit an und versprach einen entscheidenden Einsatz für soziale Gerechtigkeit. Probleme hat ihr Land genug.

Chiles Präsidentin: Michelle Bachelet tritt die zweite Amtszeit an. ap

Chiles Präsidentin: Michelle Bachelet tritt die zweite Amtszeit an.

Santiago de ChileZurück in Chiles Präsidentenpalast: Die Sozialistin Michelle Bachelet ist am Dienstag für eine zweite Amtszeit vereidigt worden. Die neue Staatschefin legte bei einer Zeremonie im Parlament vor Senatspräsidentin Isabel Allende den Amtseid ab und versprach einen entschiedenen Einsatz für soziale Gerechtigkeit.

„Ja, ich schwöre"“ sagte Bachelet bei der Eidesleistung. „Chile hat einen großen Feind namens Ungleichheit“, fügte sie später in einer Rede an die Nation hinzu und rief zu gemeinsamen Anstrengungen auf, um den Problemen zu begegnen. Weiter versprach Bachelet für ihre ersten hundert Amtstage bereits 50 Initiativen. „Lasst uns jetzt anfangen, die Zeit ist kurz“, sagte sie.

„Wir tragen die Verantwortung, ein Regierungsprogramm umzusetzen“, erklärte Bachelet dem chilenischen Fernsehen nach der Amtsübernahme. Eckpunkte dieses Programms seien die Bildungsreform, eine Steuerreform zu deren Finanzierung, sowie eine Verfassungsreform, erklärte Isabel Allende.

Die 62-jährige Bachelet war schon in den Jahren 2006 bis 2010 Präsidentin, Mitte Dezember gewann sie die Wahl erneut. Sie übernimmt das höchste Staatsamt von ihrem konservativen Vorgänger Sebastián Piñera.

Piñera verließ die Zeremonie am Steuer seines eigenen Autos. „Ich bin jetzt ein normaler Bürger und muss mich wieder an das Fahren gewöhnen“, erklärte der scheidende Staatschef.

Zu den Feierlichkeiten der Amtsübernahme Bachelets waren alle anderen südamerikanischen Staatschefs angereist, mit Ausnahme des Venezolaners Nicolás Maduro, der wegen der Spannungen in seinem Land kurzfristig absagte. Vizepräsident Joe Biden vertrat die US-Regierung. Die Staatsministerin im Auswärtigen Amt, Maria Böhmer (CDU), reiste im Namen der Bundesregierung an.

Am Mittwoch wollen die Außenminister des südamerikanischen Staatenbündnisses Unasur in Santiago de Chile zusammenkommen, um die Lage in Venezuela zu erörtern, bestätigte der neue Außenminister Haroldo Muñoz nach der Vereidigung des neuen Kabinetts.

Von

afp

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