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11.02.2004

20:53 Uhr

Bahamas-Miinister rechnet nicht mit Sturz des Präsidenten von Haiti

Regierungstreue in Haiti holen zum Gegenschlag aus

Die Anhänger von Präsident Aristide sind in mehreren Städten erneut gegen die Regierungsgegner in die Offensive gegangen. Das friedliche Oppositionsbündnis Demokratische Plattform hat derweil für Donnerstag eine neue Großdemonstration in Port-au-Prince angekündigt.

HB PORT-AU-PRINCE. In St. Marc, rund 100 Kilometer nördlich von Port-au-Prince, drangen Polizei und bewaffnete Anhänger Aristides in das Stadtviertel „La Syrie“ ein, in dem sich militante Gegner verschanzt hatten. Letztere hatten am Wochenende die ganze Stadt unter ihre Kontrolle gebracht, doch hatte die Polizei schon am Montag den größten Teil zurückerobert.

In der nördlichen Hafenstadt Cap Haitien, der zweitgrößten des Landes, haben Mitglieder von Aristides Bewegung Lavalas Barrikaden errichtet. Zahlreiche Häuser von Oppositionellen wurden angezündet oder geplündert. Der auf Seiten Aristides stehende Bürgermeister von Cap Haitien, Wilmar Innocent, sagte, man wolle einen Angriff der Rebellen abwehren, die am vorigen Donnerstag die Stadt Gonaives unter ihre Kontrolle gebracht hatten.

Radio Métropole zitierte den Außenminister der Bahamas, Fred Mitchell, mit der Aussage, er rechne nicht mit einem Sturz Aristides. Die Bahamas gehören zur karibischen Staatengemeinschaft Caricom, die sich um eine Lösung der Haiti-Krise bemüht.

Die Demokratische Plattform hat für Donnerstag eine neue Großdemonstration in Port-au-Prince angekündigt. Die Anführer dieses Oppositionsbündnisses haben wiederholt den friedlichen Charakter ihrer Bewegung betont und sich damit von den gewalttätigen Gegnern Aristides in der Stadt Gonaives distanziert.

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