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15.03.2011

11:22 Uhr

Bahrain

Iran kritisiert Saudi-Arabiens militärische Unterstützung

Das iranische Außenministerium kritisiert den Einmarsch von 1000 bewaffneten saudiarabischen Soldaten in den Inselstaat Bahrain. Die Truppen wollen dort den König im Kampf gegen Aufständische unterstützen.

Regierungskritiker in Bahrain errichten Barrikaden, um saudiarabische Truppen aufzuhalten. Quelle: dapd

Regierungskritiker in Bahrain errichten Barrikaden, um saudiarabische Truppen aufzuhalten.

Teheran Der Iran hat den Einzug saudiarabischer Truppen nach Bahrain scharf kritisiert. Das iranische Außenministerium rief das Königreich dazu auf, mit friedlichen Mitteln und ohne ausländische Einmischung auf die Demonstrationen zu antworten. Die Präsenz ausländischer Truppen werde die Lage noch komplizierter machen.

Die meisten Demonstranten in Bahrain gehören der schiitischen Mehrheit an und der Iran ist der wichtigste schiitische Staat der Region. Die meisten Herrscherfamilien in den Golfstaaten sind dagegen sunnitisch. Die USA rieten von Reisen nach Bahrain ab und legten US-Bürgern in dem Königreich die Abreise nahe.

Saudi-Arabien fürchtet Proteste im eigenen Land

Am Montag waren etwa 1000 saudiarabische Soldaten in Bahrain auf Wunsch der dortigen Regierung einmarschiert, um die Macht des Königs angesichts der heftigen Proteste gegen die sunnitische Herrscherfamilie zu sichern. Saudi-Arabien ist in Sorge, dass die Proteste auf die eigene schiitische Minderheit im Osten des Landes übergreifen könnten, wo sich das Zentrum der Ölindustrie befindet.

Analysten warnten, der Einmarsch könne die Spannungen zwischen Saudi-Arabien und Iran deutlich erhöhen. Das iranische Außenministerium wies jedoch die Frage eines Journalisten als "irrelevant" zurück, ob der Iran selbst möglicherweise Truppen nach Bahrain schicken könnte.

Die iranische Führung selbst hat Proteste der Demokratiebewegung in der Vergangenheit brutal niedergeschlagen, begrüßte jedoch die jüngsten Unruhen in der arabischen Welt als islamische Emanzipation von Despoten.

Von

rtr

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