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29.03.2013

12:33 Uhr

Ban enttäuscht

Iran, Syrien und Nordkorea blockieren UN-Waffenabkommen

Mit dem Vertrag sollte der Waffenhandel vom Kampfjet bis zur Maschinenpistole geregelt werden. Doch drei Staaten erhoben Einspruch - Iran, Syrien und Nordkorea. Die Verhandlungen sind gescheitert.

Die Skulptur "Non-Violence" des Künstlers Carl Fredrik Reuterswärd vor dem Gebäude der UN in New York. dpa

Die Skulptur "Non-Violence" des Künstlers Carl Fredrik Reuterswärd vor dem Gebäude der UN in New York.

New YorkIran, Syrien und Nordkorea haben das erste globale Abkommen zum Waffenhandel blockiert. Die drei Länder lehnten am Donnerstag einen UN-Vertragsentwurf ab, mit dem der Handel mit konventionellen Waffen weltweit reguliert werden soll. Die Regierungen in Teheran, Damaskus in Pjöngjang kritisierten den Vertragstext als mangelhaft. Zudem würden darin keine Waffenverkäufe an Rebellen verboten, monierten sie.

Die größten Schokoladenhersteller weltweit (nach Umsatz 2012)

Platz 10

Yildiz Holding (Türkei)

Jahresumsatz im Jahr 2012: 2,2 Milliarden Dollar

Platz 9

August Storck KG (Deutschland)

Jahresumsatz: 2,27 Milliarden Dollar

Platz 8

Chocoladenfabriken Lindt & Sprüngli AG (Schweiz)

Jahresumsatz: 2,79 Milliarden Dollar

Platz 7

Ferrero Group (Italien)

Jahresumsatz: 5,63 Milliarden Dollar

Platz 6

Hershey Foods Corp. (USA)

Jahresumsatz: 6,46 Milliarden Dollar

Platz 5

Meiji Co Ltd. (Japan)

Jahresumsatz: 12,43 Milliarden Dollar

Platz 4

Nestlé SA (Schweiz)

Jahresumsatz: 12,81 Milliarden Dollar

Platz 3

Barcel SA, division of Grupo Bimbo (Mexiko)

Jahresumsatz: 14,1 Milliarden Dollar

Platz 2

Mondeléz International Inc. (USA)

Jahresumsatz: 15,48 Milliarden Dollar

Platz 1

Mars Inc. (USA)

Jahresumsatz: 16,8 Milliarden Dollar

Quelle: Fachzeitschrift Candy Industry

Nordkorea und der Iran sind wegen ihrer umstrittenen Atomprogramme mit UN-Sanktionen belegt. Die Europäische Union hat ein Waffenembargo gegen Syrien verhängt, wo Regierungstruppen seit zwei Jahren massiv gegen Aufständische vorgehen.

Um die Blockade zu überwinden, wurde der Text UN-Generalsekretär Ban Ki Moon überstellt. Der britische UN-Botschafter Mark Lyall Grant forderte Ban auf, den Entwurf möglichst schnell der UN-Vollversammlung zur Abstimmung vorzulegen.

Diese könnte Diplomaten zufolge frühestens am Dienstag stattfinden. Wenn der Vertrag von der Vollversammlung angenommen wird, müsste er noch von mindestens 50 Mitgliedstaaten unterzeichnet und ratifiziert werden, um in Kraft treten zu können.

Bundesaußenminister Guido Westerwelle kritisierte die Blockadehaltung der drei Länder. "Wir brauchen ein möglichst globales Regime für den internationalen Waffenhandel, das klare Regeln für möglichst viele Waffenkategorien vorsieht und möglichst hohe Standards für die Erteilung von Ausfuhrgenehmigungen aufstellt", erklärte ein Sprecher des Ministers am Freitag.

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Die UN-Mitgliedsstaaten hatten ihre Konferenz zur Verabschiedung des Vertrags in der vergangenen Woche begonnen. Das Abkommen soll eine jahrelange Kontroverse über unkontrollierte Waffenlieferungen beenden.

Von

rtr

Kommentare (4)

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achim1951

29.03.2013, 10:33 Uhr

Wieso soll ich meinen KLAR Namen nennen????? Wenn sie Kommentare veröffentlichen da steht Rumpelstilzien
Soll ich bei einer pro oder kontra Meinung von mir den so ansprechen und bei mir schreiben sie, Ich will dabei sagen das ich das richtig finde, meinen Namen. Wenn sie für sich in Anspruch eine Seriöse Zeitung zu sein gebe es kein Pseudonym wen man mit jemand spricht schaut man ihn an. Lernstoff der VORSCHULE

Joachim Krusch

MeryemAzimi

29.03.2013, 21:36 Uhr

Auch die NGOs kritisieren den Vertragstext - so gesehen kann man ja Iran, Nordkorea und Syrien dankbar sein, dass sie darauf bestehen, einen wirklich wirkungsvollen Vertrag auszuhandeln. Die Aufregung über die drei Länder ist doch verlogen. Deutschland könnte auch ganz ohne solchen Vertrag aufhören, Waffen an Staaten zu liefern, die ihre Zivilbevölkerung damit drangsalieren oder ermorden, wie Saudi-Arabien. Oder atomwaffenfähige U-Boote an Israel zu verschenken. "Merkel-Doktrin" nennt man die deutsche Politik, die als solche identifizierte "Gestaltermächte" auch dann mit Waffen beliefert, wenn sie damit Menschenrechtsverbrechen begehen. Das sind dann eben "unsere Schurken".
Irans Präsident Ahmadinejad hat noch einen Tag zuvor das Abkommen im Gespräch mit Ban Ki Moon begrüße: http://www.presstv.ir/detail/2013/03/28/295478/iran-backs-uns-arms-trade-treaty/. Da frage ich mich natürlich, ob noch schnell ein Passus in den Text eingebaut wurde, der zum Sinneswandel Irans geführt hat.
Man kritisiert, dass Iran die syrische Regierung unterstützt. Aber die salafistischen Terroristen die in Syrien einen Staat nach Taliban-Art errichten wollen, sind das dann auch "unsere" Schurken? Denn ich höre nicht, dass unsere Regierung die Waffenlieferungen der USA, der Türkei, Katars, Saudi-Arabiens an diese Terroristen kritisiert.

Raja

29.03.2013, 23:34 Uhr

@ Meryem
Ich möchte mich Deiner Meinung gerne anschliessen. Dennoch sei gewarnt, dass Du als Realist und u.U als Sympatisant der als Schurkenstaaten klassifizierten Länder schnell die Liste der Radikalisierten stigmatisiert werden kannst, wenn nicht bereits geschehen. Danke, dass es euch gibt, die mein Gedankengut teilen.

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