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21.02.2014

07:06 Uhr

Ban Ki Moon

UN-Chef fordert mehr Soldaten für Zentralafrika

UN-Generalsekretär Ban Ki Moon hat die UN aufgefordert, weitere Soldaten zum Schutz der Bevölkerung in der Zentralafrikanischen Republik zu entsenden. Die Menschen dort könnten nicht auf einen Blauhelmeinsatz warten.

UN-Generalsekretär Ban Ki Moon während einer Pressekonferenz im Außenministerium: Frankreich hatte nach einem dramatischen Appell von Ban angekündigt, seine Einsatztruppe um 400 Soldaten auf 2000 Kräfte aufzustocken. dpa

UN-Generalsekretär Ban Ki Moon während einer Pressekonferenz im Außenministerium: Frankreich hatte nach einem dramatischen Appell von Ban angekündigt, seine Einsatztruppe um 400 Soldaten auf 2000 Kräfte aufzustocken.

New YorkUN-Generalsekretär Ban Ki Moon hat die Staatengemeinschaft aufgerufen, mindestens 3000 weitere Soldaten zum Schutz der Bevölkerung in die Zentralafrikanischen Republik zu entsenden. Er werde dem UN-Sicherheitsrat bald Empfehlungen für einen dauerhaften Blauhelmeinsatz vorlegen, sagte Ban am Donnerstag. Es werde aber Monate dauern, bis eine UN-Friedensmission dann vor Ort mit ihrer Arbeit beginnen könnte. Doch die Menschen in der Zentralafrikanischen Republik könnten nicht so lange warten. „Die internationale Gemeinschaft muss entschieden handeln und zwar jetzt“, forderte Ban.

Frankreich hatte bereits in der vergangenen Woche nach einem dramatischen Appell von Ban angekündigt, seine Einsatztruppe um 400 Soldaten auf 2000 Kräfte aufzustocken. Präsident Francois Hollande forderte zugleich andere Länder auf, ebenfalls einen Beitrag zu leisten und Solidarität zu zeigen. Frankreich hatte im Dezember zunächst 1600 Soldaten in seine frühere Kolonie entsandt, um eine 6000 Mann starke Friedenstruppe der Afrikanischen Union zu unterstützen. Die Europäische Union hat weitere 1000 Soldaten in Aussicht gestellt. Die Bundesregierung prüft derzeit die Entsendung eines Lazarettflugzeugs.

In der Zentralafrikanischen Republik hatte vor knapp einem Jahr eine muslimische Rebellengruppe die Macht in dem überwiegend von Christen bewohnten Land an sich gerissen. Seitdem sind etwa eine Million Menschen auf der Flucht, mindestens 2000 wurden getötet. Auf internationalen Druck hin verzichtete Rebellenführer Michel Djotodia im Januar auf die Macht. Seitdem machen christliche Milizen Jagd auf Muslime, was regelmäßig zu Racheakten führt.

Von

rtr

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