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22.04.2013

11:13 Uhr

International

Bangladesch hat einen neuen Präsidenten

Ohne Gegenkandidat geht es besonders schnell: Abdul Hamid ist zum neuen Staatsoberhaupt Bangladeschs ernannt worden. Hamid steht vor der Aufgabe, das zerrüttete Verhältnis zwischen Regierung und Opposition zu kitten.

Nach dem Tod von Zillur Rahman (Foto) hat Bangladesh jetzt einen neuen Präsidenten. ap

Nach dem Tod von Zillur Rahman (Foto) hat Bangladesh jetzt einen neuen Präsidenten.

DhakaAbdul Hamid ist neuer Präsident von Bangladesch. Die Wahlkommission ernannte den 69 Jahre alten Politikveteranen am Montag in Dhaka vorzeitig, da es keinen anderen Bewerber um das höchste Staatsamt gab, das vor allem mit repräsentativen Aufgaben verbunden ist.

Eigentlich hätten die etwa 350 Mitglieder des Parlaments den neuen Präsidenten am kommenden Montag wählen sollen. Der vorherige Präsident Zillur Rahman war im März im Alter von 84 Jahren gestorben.

Die regierende Awami League, die mehr als drei Viertel der Sitze im Parlament hält, hatte den derzeitigen Parlamentssprecher Hamid am Sonntag zu ihrem Kandidaten erklärt. Die Opposition boykottiert seit März vergangenen Jahres die Parlamentssitzungen, weil sie sich ungerecht behandelt fühlt.

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Hamid sei auch für die nächsten fünf Jahre gewählt worden, weil mit ihm die Hoffnung auf eine Überwindung der wachsenden politischen Krise verbunden ist, berichtete „The Daily Star“ aus Bangladsch in seiner Online-Ausgabe. In den vergangenen Monaten demonstrierten Hunderttausende im Land, um die Todesstrafe für die Kriegsverbrecher im Unabhängigkeitskrieg von 1971 zu fordern. Auf der anderen Seite tragen Islamisten Gewalt auf die Straße, um gegen die von der Regierung unterstützten Kriegsverbrechertribunale zu protestieren. Dabei starben seit Ende Januar mehr als 100 Menschen.

Von

dpa

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