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14.01.2010

15:55 Uhr

Bank an die Börse

Türkei will Geldhaus privatisieren

Mit einer riesigen Privatisierung will die türkische Regierung eine Milliardensumme einnehmen und zudem die Modernisierung des Finanzsektors vorantreiben.

Erdogan vor Atatürk-Portrait: Milliardenschwerer Börsengang geplant. Reuters

Erdogan vor Atatürk-Portrait: Milliardenschwerer Börsengang geplant.

HB ANKARA. Die türkische Regierung will die größte Bank des Landes an die Börse bringen. Bevor Aktien für das Geldhaus Ziraat angeboten würden, müsse aber die Entwicklung der weltweiten Konjunktur weiter beobachtet werden, sagte der türkische Wirtschaftsminister Ali Babacan am Donnerstag. Der Börsengang von Ziraat wäre die größte Privatisierung in der Türkei seit 2008. Damals brachte der Verkauf eines Anteils von 15 Prozent an Turk Telekom 1,9 Mrd. Dollar ein, nach US-Währung das erfolgreichste Initial Public Offering (IPO) in der Geschichte des Landes.

Ziraat ist traditionell auf Kredite für die Landwirtschaft spezialisiert. Per Ende September belief sich die Bilanzsumme des Instituts auf umgerechnet rund 83 Mrd. Dollar.

Die türkische Regierung hat den Verkauf von Firmenbeteiligungen wegen der Finanz- und Wirtschaftskrise zurückgeschraubt. Die Zahl der Börsengänge ist in dem Land seit einer Finanzkrise 2001 auf durchschnittlich sechs pro Jahr gesunken, während in den Neunziger Jahren noch durchschnittlich 25 Unternehmen im Jahr den Sprung aufs Parkett wagten.

Babacan kündigte zudem an, die Regierung mehr Anteile an den staatlich kontrollierten Kreditgebern Halkbank und Vakifbank zu verkaufen.

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