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24.11.2013

16:26 Uhr

Bank-Portfolios

Draghi bremst Anleihen-Neubewertung

Die EZB prüft angeblich, ob die Investitionen europäischer Banken in Staatsanleihen als Klumpenrisiko zu behandeln sind. Einen entsprechenden Vorschlag machten Berater des Europäischen Ausschusses für Systemrisiken.

EZB-Chef Draghi: Vorbereitungen für den Stresstest. dpa

EZB-Chef Draghi: Vorbereitungen für den Stresstest.

EZB-Chef Mario Draghi hat einem Medienbericht zufolge eine Neubewertung der Risiken abgebremst, die in den Staatsanleihe-Beständen von Großbanken schlummern. Die hohen Investitionen europäischer Banken in die jeweiligen nationalen Staatsanleihen sollten als Klumpenrisiko behandelt werden, schlugen Berater des an die EZB angegliederten Europäischen Ausschusses für Systemrisiken vor. Das berichtete am Sonntag der „Spiegel“. Dem Vorschlag zufolge müssten solche Risiken, ähnlich wie Unternehmenskredite, mittelfristig in der Höhe begrenzt oder in den Bankbilanzen mit Kapital unterlegt werden. Draghi habe die Empfehlungen jedoch „zur Überarbeitung“ an die Wissenschaftler zurückgegeben.

Bei der Notenbank sorge man sich, eine Grundsatzdiskussion um das bestehende System der Staatsfinanzierung käme gerade jetzt zur Unzeit, hieß es in dem Bericht ohne genaue Quellenangabe weiter. Im kommenden Jahr will die EZB die Bankbilanzen einem Stresstest unterziehen. Umstritten ist, wie dabei Verlustrisiken im Zusammenhang mit Staatsanleihen behandelt werden sollen. Die von den Wissenschaftlern vorgeschlagenen Maßnahmen könnten dem Magazin zufolge massive Auswirkungen auf die Art haben, wie Krisenländer sich künftig finanzieren.

Bevor die EZB Ende 2014 die oberste Aufsichtsbehörde für die größten Banken der Euro-Zone wird, soll sie zunächst detailliert die Vermögenswerte der Geldhäuser prüfen. Dann werden sie einem intensiven Stresstest unterzogen. Bei der Bewertung der Positionen dürften die Staatsanleihen als risikofreie Papiere eingestuft werden. Noch nicht entschieden ist, wie sie in dem anstehenden Stresstest behandelt werden sollen.

Von

afp

Kommentare (1)

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r-tiroch@t-online.de

25.11.2013, 08:47 Uhr

da wird aus Scheiße Gold gemacht um den strengen Stresstest bestehen zu können? hahaha.

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