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18.10.2012

03:55 Uhr

Bankenhilfe

Spanien nennt seine Grenze für die Bad Bank

Während der Spekulationen darum, ob sich Spanien unter den Euro-Rettungsschirm flüchten wird, konzentriert sich das Land auf Bankenhilfen. Am Mittwoch teilte es mit, welches Limit es seiner Bad Bank setzen wird.

Spanien setzt seiner Bad Bank ein Limit von 90 Milliarden Euro. dpa

Spanien setzt seiner Bad Bank ein Limit von 90 Milliarden Euro.

MadridSpanien bereitet den Weg für Bankenhilfen der Euro-Partner. Das hoch verschuldete Land erklärte am Mittwoch, die sogenannte Bad Bank werde maximal ein Volumen von 90 Milliarden Euro haben.

Die Begrenzung gilt als Voraussetzung für die Auszahlung der Milliarden-Hilfen, auf die sich die Regierung in Madrid im Juni mit den Euro-Partner grundsätzlich geeinigt hatte. Die endgültige Größe dürfte deutlich geringer als das anvisierte Maximalvolumen ausfallen, hieß es in Kreisen des Wirtschaftsministeriums.

Geldhäuser können ihre faulen Papiere künftig an die Bad Bank auslagern. Dies soll für einen bestimmten Preis geschehen, den die spanische Zentralbank festlegen soll. Im Gegenzug für die Assets sollen die Banken Bargeld, Schuldtitel oder Aktien erhalten.

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Seit der jahrelange Immobilienboom in Spanien vor vier Jahren jäh endete, wächst der Berg an faulen Darlehen stetig. Das Land befindet sich in einer tiefen Rezession. Spekuliert wird, ob Spanien als gesamtes Land unter den Euro-Rettungsschirm flüchten muss.

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Von

rtr

Kommentare (5)

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Mazi

18.10.2012, 08:13 Uhr

An welche Art von Schuldtiteln denkt Spanien? Etwa an deutsche Staatsanleihen?

So wird es wahrscheinlich laufen.

Der ESM füllt die Kasse der Bad-Bank. Die spanischen Banken übertragen ihre Schrottassets und im Gegenzug erhalten sie spanische Anleihen.

Wenn das dann keine Staatsfinnzierung ist, dann habe ich das System nicht verstanden. Wenn so einfach Verträge und Gerichtsurteile zu unterlaufen sind, dann müssen wir uns keine Gedanken mehr über Rechtsstaatöichkeit machen. Das war einmal, zumindest kann man dies in Kluge Schriften so nachlesen.

Flakito

18.10.2012, 09:42 Uhr

Mazi hat das richtig durchschaut. Seit Spanien in der EU ist war es der grösste Nettoempfänger. 30 Jahre lang hat es von unseren Zahlungen profitiert wie kein anderes Land, nur dadurch hat es den Sprung aus der Armut heraus geschafft, nicht durch eigene Leistung.(..)
Beitrag von der Redaktion editiert. Bitte bleiben Sie sachlich.

Politikverdrossen

18.10.2012, 10:01 Uhr

Wie bei jeder Unternehenssanierung wäre auch bei den spanischen Banken -neben der Anpasssung des Geschäftsmodells- erforderlich
- die bisherigen Eigentümer (Kapitalschnitt)
- die nachrangigen Gläubiger (Forderungsausfall)
- ggf. auch die unbesicherten Gläubiger
angemessen am entstandenen Schaden zu beteiligen.

Eine Kapitalzufuhr ohne sehr harte Schnitte oder die Übernahme wertloser Assets in ein staatliches "Sanierungsvehikel"/ Bad Bank sind keine sinnvolle Bankenrettung.

Den Schaden haben diejenigen zu tragen, die jetzt engagiert sind, nicht jedoch die Retter. Ich fürchte jedoch, bei der fehlenden Fachkompetenz unserer Politiker wird dabei wieder mal der Schaden für den Steuerzahler maximiert, während die bisher Beteiligten weitgehend ungeschoren davonkommen...

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