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19.07.2015

11:12 Uhr

Bankenöffnung, Mehrwertsteuer

Was Griechenland am Montag erwartet

In und um Griechenland ist es gerade ruhig. Doch bereits heute Montag wird es wieder spannend: Dann öffnen die Banken, die Mehrwertsteuer steigt – und ein Kredit wird fällig. Auch über Neuwahlen wird in Athen spekuliert.

Banken geöffnet, Steuern erhöht

Das erwartet die Griechen nach Reformänderungen

Banken geöffnet, Steuern erhöht: Das erwartet die Griechen nach Reformänderungen

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DüsseldorfVerschnaufspause für die Euro-Partner am Wochenende: Das neue griechische Kabinett steht seit Samstagnachmittag. Insgesamt zehn Minister, die sich nicht auf die neuerlich gefundene Kompromisslinie der Regierung einlassen wollten, hatte Tsipras ausgetauscht. Zuvor hatte sich das griechische Parlament dafür ausgesprochen, Reformen in Angriff zu nehmen, um ein drittes Milliarden-Hilfspaket der europäischen Partner zu erhalten.

Bereits an diesem Montag dürfte es allerdings erneut spannend werden. Nicht nur sollen die Banken nach drei Wochen, in denen sie geschlossen waren, wieder öffnen. Auch müssen die Griechen ab dann mehr für Lebensmittel und andere Waren berappen: Die Mehrwertsteuer steigt von 13 auf 23 Prozent. Aufmerksamkeit erregen wird zudem ein Kredit über 3,5 Milliarden Euro, den die griechische Regierung an die EZB zurückzahlen muss.

Bankenöffnung: Einem Dekret vom Samstag zufolge bleibt das Tageslimit für Barauszahlungen zwar auf 60 Euro beschränkt, doch kann ein Kunde einen Tag auslassen und dafür am nächsten zum Beispiel 120 Euro abheben. Diese akkumulierte Auszahlung sei bis zu einem Betrag von 420 Euro je Woche möglich, hieß es.

Auch mit Kredit- und Debitkarten können Griechen den Angaben zufolge im Ausland weiterhin kein Bargeld abheben, aber Einkäufe bezahlen. Die meisten der Ende Juni eingeführten Kapitalverkehrskontrollen bleiben zudem in Kraft. Schließlich sollen eingereichte Schecks nur dem Konto gutgeschrieben und nicht bar ausgezahlt werden können.

Die Banken können ihre Türen wieder öffnen, weil die Europäische Zentralbank (EZB) am Donnerstag beschlossen hatte, den Rahmen der Ela-Nothilfen doch weiter zu erhöhen – und zwar um 900 Millionen Euro. Das Cash haben die Institute dringen nötig. Schätzungen zufolge wurden zuletzt täglich mindestens 100 Millionen Euro abgezogen.

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Davon unabhängig stellt sich jedoch weiter die Frage, ob die Banken überhaupt noch solvent sind. Zwar haben die Institute den EZB-Stresstest 2014 noch bestanden, auch wenn einige etwas nachbessern mussten. Wegen der Wirtschaftskrise drohen nun aber, immer mehr Kredite auszufallen. Experten arbeiten daher aktuell an möglichen Wegen, die Banken wieder auf solidere Beine zu stellen – etwa durch Rekapitalisierung, die sich durchführen ließen, wenn etwa Banken Teile ihrer Anleihen nicht mehr zurückzahlen müssten.

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