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27.12.2016

10:13 Uhr

Barack Obama

Amerikaner hätten mich nochmal gewählt

Barack Obama ist sich sicher: Hätte er noch einmal für das Amt des US-Präsidenten antreten dürfen, hätte er die Wahl gewonnen. Sein Nachfolger lässt erwartungsgemäß nicht lange auf eine Reaktion warten.

Die Mehrheit der Amerikaner stehe hinter seiner „Vorstellung eines vereinten Amerikas, dass tolerant ist und vielfältig und offen und voller Energie und Dynamik“, sagte Obama. AP

Barack Obama

Die Mehrheit der Amerikaner stehe hinter seiner „Vorstellung eines vereinten Amerikas, dass tolerant ist und vielfältig und offen und voller Energie und Dynamik“, sagte Obama.

WashingtonDer scheidende US-Präsident Barack Obama hätte sich bei einer Kandidatur für eine dritte Amtszeit gute Siegchancen ausgerechnet. Die Mehrheit der Amerikaner stehe hinter seiner „Vorstellung eines vereinten Amerikas, dass tolerant ist und vielfältig und offen und voller Energie und Dynamik“, sagte Obama in einem am Montag veröffentlichten Interview. Als Wahlkämpfer hätte er diese Vorstellung klar ausgesprochen und, „so glaube ich, eine Mehrheit des amerikanischen Volkes mobilisieren und dazu bringen können, sich geschlossen dahinter zu stellen“. Selbst von Gegnern habe er Zuspruch für seine politischen Überzeugungen bekommen.

Obama äußerte sich in einem Gespräch mit CNN-Kommentator David Axelrod für dessen Podcast „The Axe Files“. Axelrod hatte Obamas erfolgreiche Präsidentschaftskampagnen 2008 und 2012 geleitet. Eine dritte Amtszeit ist dem Demokraten aus verfassungsrechtlichen Gründen nicht erlaubt.

Was Trump sich leisten konnte, ohne zu stürzen

Sexistische Aussagen

Trump fällt seit Jahren mit frauenverachtenden Sprüchen auf wie „dicke Schweine“ oder „Schlampen“. Eine Miss Universe verunglimpfte er als „Miss Piggy“, die ordentlich Gewicht zugelegt habe. Nach kritischen Fragen der Fox-News-Moderatorin Megyn Kelly deutete Trump an, sie habe Menstruationsprobleme gehabt.

Der Video-Skandal

In einem Video aus dem Jahr 2005 ist zu hören, wie Trump vulgär über Frauen herzieht. Nur wenige Monate nach seiner Hochzeit mit Ehefrau Melania brüstet er sich mit sexuellen Übergriffen.

Verbal-Angriff auf Familie eines toten Soldaten

Trumps Hetze gegen andere Ethnien scheint kaum Grenzen zu kennen. Ende Juli legte er sich mit den pakistanstämmigen Eltern eines gefallenen muslimischen US-Soldaten an.

Unklarheiten um Steuererklärung

Seit Monaten weigert sich Trump, seine Steuererklärung zu veröffentlichen, obwohl das bei Präsidentschaftskandidaten überparteilicher Usus ist. Auch Hillary Clinton legte ihre Daten offen. Die „New York Times“ berichtete, dass der Geschäftsmann Trump 1995 einen Verlust von 916 Millionen US-Dollar (824 Mio. Euro) ausgewiesen habe. Steuerexperten kamen daraufhin zu dem Schluss, dass Trump auf diese Weise über zwei Jahrzehnte keine Steuern abführen musste.

Drohungen mit Waffengewalt

Mit einer zweideutigen Aussage, die sich als Aufruf zur Gewalt gegen seine Rivalin Hillary Clinton verstehen lässt, löste Trump einen Sturm der Entrüstung aus. Bei einem Wahlkampfauftritt deutete er an, dass nur Waffenfreunde Clinton aufhalten könnten.

Was Trump sich noch leistete

Trump verwechselt 9/11 mit 7/11 - Trump macht Anspielung auf die Größe seines Penis - Trump behauptet seit längerem, US-Präsident Barack Obama sei nicht in den USA zur Welt gekommen, sondern in Kenia.

Seine Parteikollegin Hillary Clinton verlor am 8. November überraschend deutlich gegen den politischen Quereinsteiger Donald Trump.

Trump übernimmt das Präsidentenamt am 20. Januar – und mokierte sich erwartungsgemäß über das Interview Obamas, auch wenn der darin keinen ausdrücklichen Vergleich mit dem Republikaner anstellte. „Präsident Obama sagte, dass er glaubt, er hätte gegen mich gewonnen. (...) AUF KEINEN FALL!“, schrieb Trump auf Twitter. Als Gründe, warum auch Obama gegen ihn unterlegen gewesen wäre, führte Trump stichwortartig den Verlust von Arbeitsplätzen, die Gesundheitsreform „Obamacare“ und die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) an, für deren Erstarken er Obama immer wieder persönlich verantwortlich gemacht hat.

Von

dpa

Kommentare (1)

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Frau Margrit Steer

27.12.2016, 13:57 Uhr

Obam a überschätzt sich offenbar ein bißchen.
Was war er denn? Außenpolit. eine Null un sonst auch nichts weiter als ein großer Blender

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