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23.05.2013

21:46 Uhr

BBC-Umfrage

Deutschland, das beliebteste Land der Welt

Wer hätte das gedacht? Deutschland ist nach einer Umfrage der britischen BBC das beliebteste Land der Welt. Die Eurokrise schadet dem deutschen Image offenbar deutlich weniger als gedacht.

So schön kann Deutschland sein: Erstmals liegen die Deutschen im BBC-Beliebtheitsranking ganz vorne. dpa

So schön kann Deutschland sein: Erstmals liegen die Deutschen im BBC-Beliebtheitsranking ganz vorne.

LondonDeutschland ist laut einer Umfrage der britischen Rundfunkgesellschaft BBC das beliebteste Land der Welt. 59 Prozent der mehr als 26.000 Befragten in 25 Ländern bewerteten den Einfluss Deutschlands in der Welt in der am Donnerstag veröffentlichten Umfrage als insgesamt positiv. Ähnlich gut schnitten Kanada und Großbritannien mit jeweils 55 Prozent ab. Japan büßte den zuvor gehaltenen ersten Platz ein.

Schwergewichte wie die USA (45 Prozent), China (42 Prozent), Indien (34 Prozent) und Russland (30 Prozent) rangieren in der BBC-Skala im Mittelfeld, Schlusslichter sind Israel (21 Prozent), Nordkorea (19 Prozent), Pakistan und der Iran (jeweils 15 Prozent). Bei diesen vier Staaten vertrat eine Mehrheit der Befragten ausdrücklich die Ansicht, ihr Einfluss in der Welt sei insgesamt negativ.

Einen nicht unbedeutenden Anteil am positiven Image haben auch die deutschen Sportler und Sportlerinnen. "Wir freuen uns sehr über die weltweite Sympathie für Deutschland. Dazu haben mit Sicherheit auch unsere ebenso erfolgreichen wie sympathischen Athletinnen und Athleten beigetragen. Wir spüren immer wieder, wie positiv unsere Olympiamannschaften und Nationalmannschaften in der ganzen Welt wahrgenommen werden."

Auch das Gigantenduell am Samstag in Wembley steuere seinen Anteil dazu bei. Bach: "Das internationale Echo auf das bevorstehende Champions-League-Finale unterstreicht dies. Das Umfrageergebnis zeigt zudem, wie wohl sich unsere Gäste bei Großveranstaltungen in Deutschland - gerade auch im Sport - fühlen. Diese Entwicklung ist geprägt von der Fußball-WM 2006 und deshalb will der deutsche Sport auch in Zukunft freundschaftlicher Gastgeber für viele internationale Meisterschaften sein."

Der Wert für Deutschland fiel drei Prozentpunkte besser aus als im Vorjahr. Die Beliebtheit Deutschlands war in allen Ländern insgesamt hoch - außer in Pakistan (29 Prozent), Indien (27 Prozent) und Griechenland (25 Prozent. Einzig im hoch verschuldeten Griechenland äußerte die Mehrheit der Befragten (52 Prozent) die Ansicht, der Einfluss Deutschlands sei insgesamt negativ. Viele Griechen machen Deutschland für den Sparzwang verantwortlich, unter dem das Land leidet.

Hohe Beliebtheitswerte erzielte Deutschland bei den großen Nachbarn Frankreich mit 81 Prozent und Polen mit 67 Prozent, aber auch in Großbritannien, wo der Wert um acht Prozentpunkte auf 78 Prozent kletterte.

Befragt wurden die Teilnehmer auch nach dem Einfluss der Europäischen Union. Diese kam auf einen positiven Durchschnittswert von 49 Prozent (bei 24 Prozent negativer Bewertung). Besonders schlecht angesehen ist die EU in Griechenland (35 Prozent), aber auch in Großbritannien (42 Prozent positive und 47 Prozent negative Bewertung).
In Deutschland nahm die positive Bewertung der EU stark ab - von 73 Prozent im Vorjahr fiel sie auf nur noch 59 Prozent. Die Umfrage wurde zwischen Dezember 2012 und April 2013 veranstaltet, in Deutschland von Ri*Questa und per Telefon, in vielen anderen Staaten in direkten Gesprächen.

Kommentare (10)

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DenkichanDeutschlandinderNacht

23.05.2013, 22:11 Uhr

Die Ermutigung kommt gerade zur rechten Zeit!
Deutschland weiter so! Nur nicht beirren lassen.
Nur nicht EU-kritisch werden, weiter zahlen und bloß nicht AFD oder so'n Zeug wählen.
Dann werden uns alle weiter ganz doll finden. Ehrlich!

eksom

23.05.2013, 22:24 Uhr

Wer glaubt wird Seelig!

Account gelöscht!

23.05.2013, 22:51 Uhr

Und wieso haben die ganzen Deutschland Fans dann nicht beim ESC angerufen? ;)

Trotzdem schöne Studie, die Deutschen sollten sich ihrer deutschen Werte und der reale positive Wert derselben durchaus bewußt werden.

Jetzt muss nur noch Freiheitsliebe und der Wille zur staatlichen Souveränität dazu kommen!

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