Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

14.11.2016

15:12 Uhr

BDI-Hauptgeschäftsführer Markus Kerber

EU-Binnenmarkt darf nicht für Brexit-Deal geopfert werden

Der Bundesverband der Deutschen Industrie hat die Bundesregierung und die EU davor gewarnt, im Zuge der Brexit-Verhandlungen am EU-Binnenmarkt zu rütteln. Damit liegt der BDI auf einer Linie mit Kanzlerin Merkel.

Der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI) fordert eine Verteidigung des EU-Binnenmarkts. dpa

Markus Kerber

Der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI) fordert eine Verteidigung des EU-Binnenmarkts.

BerlinKurz vor dem Treffen mit der britischen Premierministerin Theresa May erhält Bundeskanzlerin Angela Merkel Rückendeckung für ihre Haltung in der Brexit-Frage. „Für die Bundesregierung und die EU muss die Verteidigung des Binnenmarktes als zentrales europäisches Projekt prioritär sein“, sagte der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI), Markus Kerber, in einem am Montag veröffentlichten Reuters-Gespräch.

Die hiesige Industrie habe sich immer für den Verbleib der Briten in der EU stark gemacht. „Nun gilt es deutlich zu sagen: Nur durch die EU-Mitgliedschaft ist der freie Waren-, Dienstleistungs-, Kapital-, und Personenverkehr möglich“, ergänzte Kerber, der damit auf einer Linie mit Merkel liegt, die am Freitag in Berlin mit May zusammentrifft.

Standard & Poor's: „Harter Brexit“ ist das wahrscheinlichste Szenario

Standard & Poor's

„Harter Brexit“ ist das wahrscheinlichste Szenario

Die Ratingagentur S&P geht von einem „harten Brexit“ aus. Großbritannien habe bislang nicht eingesehen, dass die EU an ihren vier Grundfreiheiten nicht rütteln werde. Dazu zählt die Arbeitnehmerfreizügigkeit.

Andere Beziehungsformen zwischen dem Vereinigten Königreich und der EU beschnitten die Grundfreiheiten des Binnenmarktes. „Der deutsche Außenhandel mit der restlichen EU darf nicht aufs Spiel gesetzt werden“, so Kerber. „Denn die Geschäftsbeziehungen der deutschen Wirtschaft mit den übrigen EU-Ländern gehen weit über die deutsch-britischen Wirtschaftsbeziehungen hinaus.“ Die hiesigen Unternehmen setzen mehr als die Hälfte ihrer Produkte in den verbleibenden 26 EU-Ländern ab, in Großbritannien dagegen nur sieben Prozent.

Von

rtr

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×