Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

17.01.2012

13:28 Uhr

Bedenken in Südkorea

USA drängen Seoul zu weniger Ölimporten aus Iran

Die USA machen Druck: Südkorea soll weniger Öl aus dem Iran kaufen und die Geschäfte mit der iranischen Zentralbank beenden. Viele Südkoreaner machen sich Sorgen um die eigene Wirtschaft.

Viele Südkoreaner sorgen sich um die eigene Wirtschaft angesichts der Forderungen aus den USA auf Öllieferungen aus dem Iran zu verzichten. dapd

Viele Südkoreaner sorgen sich um die eigene Wirtschaft angesichts der Forderungen aus den USA auf Öllieferungen aus dem Iran zu verzichten.

Seoul/WashingtonDie USA drängen ihren Verbündeten Südkorea, die Ölimporte aus dem Iran zu reduzieren. Damit will die US-Regierung ihre verschärften Sanktionen gegen die Führung in Teheran durchsetzen. „Wir rufen alle unsere Partner auf, um mit uns zusammenzuarbeiten und Druck auf die iranische Regierung auszuüben“, sagte der Sonderberater der US-Regierung, Robert Einhorn, am Dienstag in Seoul. Zweck sei es, den Iran zu ernsthaften Verhandlungen über sein Atomprogramm zu bewegen.

Südkoreas Ölimporte waren von 8,3 Prozent im Jahr 2010 auf 9,7 Prozent von Januar bis November des vergangenen Jahres gestiegen. Viele Südkoreaner sind besorgt, dass die neuen US-Sanktionen der eigenen Wirtschaft schaden könnten.

Offiziell hat Südkorea bislang noch keine Zusage gemacht, dem Aufruf der US-Regierung zu folgen. Nach Berichten südkoreanischer Medien erwägt die Regierung jedoch, die Abhängigkeit des Landes von Öleinfuhren aus dem Iran schrittweise zu verringern. „Es gibt aber Differenzen zwischen beiden Seiten, was das Niveau der möglichen Reduzierung von Ölimporten aus dem Iran betrifft“, zitierte die nationale Nachrichtenagentur Yonhap einen hochrangigen Regierungsbeamten.

Die Länder sollten nicht nur ihre Ölimporte aus dem Iran verringern, sondern auch ihre Finanzgeschäfte mit der Zentralbank des Landes beenden, sagte Einhorn. Der Berater im US-Außenministerium betonte jedoch auch, dass sich Washington der wirtschaftlichen Interessen seiner Verbündeten in dieser Frage sehr bewusst sei.

Die USA drohen ausländischen Firmen Strafen an, wenn sie Geschäfte mit der iranischen Zentralbank machen. Diese wickelt nahezu den gesamten Ölexport des Landes ab. Dadurch sehen sich US-Verbündete in der asiatischen Region in einer schwierigen Lage. Japan hatte in der vergangenen Woche zugesagt, die Ölimporte aus dem Land weiter zurückzufahren.

Der stellvertretende südkoreanischen Außenminister Kim Jae Shin bekräftigte bei einem Treffen mit Einhorn, dass Südkorea die internationalen Bemühungen um eine Beilegung des Atomstreits mit dem Iran unterstützen werde.

Von

dpa

Kommentare (5)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

pro-D

17.01.2012, 14:08 Uhr

ekelhaft diese Kriegstreiber.

Kann man den Iran denn nicht endlich mal in ruhe lassen. Deutschlad kann doch auch mit seinem Umfeld vernünftig zuasammen arbeiten.

Warum schaffen diese Angelsachsen das einfach nicht.

Propaghandi

17.01.2012, 15:56 Uhr

Ganz einfach - man will nicht! :-)
Mal im ernst, m.M. nach geht es mom. nicht darum, sich das iransiche Öl unter den Nagel zu reissen sondern im Gegenteil darum zu verhindern, dass dieses auf den Markt kommt. Der nette Nebeneffekt. Bei gleichem "Betriebsaufwand" wird die Marge fetter da der Preis steigt. Davon hat der Iran aber nichts - er kann ja nicht mehr liefern (ab ende Juni sollten die umgehungs Pielines fertig sein). Somit machen die Kupanen und die USA selber einen super Schnitt und schlagen (wie meistens) mehrere Fliegen mit einer Klappe...

Michel

17.01.2012, 17:24 Uhr

Ganz nebenbei bemerkt glaubt der Angelsachse, das ihm die Welt gehört. Und ihn stört dabei imens, daß es auf dieser Erde Völker gibt, die die Frechheit besitzen das etwas anderst zu sehen.
Und dann gibt es noch bestimmte "auserwählte Völker". Die schlagen in die selbe Kerbe. Und besonderst blöd ist, das denen auch noch die Banken gehören und quasi als geistiges Eigentum das dazugehörige System. Bei uns allgemein, Finanzindustrie oder auch nur "der Markt" genannt.Damit haben sie praktisch den Angelsachsen mit seinen vielen Waffen und seinen ungemein tapferen Soldaten; die stets bereit sind für Frieden, Freiheit und so weiter; Menschen zu ermorden, im Sack.
Und so kommt halt eins ins andere. Gier, Gier und noch mehr Gier. Irgendwann mal ein "Stop, hier ist Schluß!" Dann Krieg, pardon "Friedensmission" Und wieder ein Stück einverleibt. Und so wird das immer weiter gehen, bis es nix mehr zu befreien gibt. Oder sich der Rest vielleicht doch mal zusammen tut und den Auserwählten und ihrem Marrionetten eins auf die Glocke ballert. Solange werden wir wohl noch angelsächsische Aggression ertragen müssen.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×