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09.04.2013

07:36 Uhr

Begräbnis

Margaret Thatcher erhält Militärzeremonie

Die ehemalige britische Regierungschefin Margaret Thatcher erhält kein umfassendes Staatsbegräbnis, aber eine Trauerfeier mit Militärzeremonie. Die „Iron Lady“ wird auf eigenen Wunsch nicht öffentlich aufgebahrt.

Blumen vor dem Hotel, in dem Margeret Thatcher starb. Die "Iron Lady" wird nicht öffentlich aufgebahrt. ap

Blumen vor dem Hotel, in dem Margeret Thatcher starb. Die "Iron Lady" wird nicht öffentlich aufgebahrt.

LondonMargaret Thatcher wird kein umfassendes Staatsbegräbnis, aber eine Trauerfeier mit großem militärischen Zeremoniell erhalten. Das gab die Downing Street nach dem Tod der ehemaligen Regierungschefin bekannt. Die Feierlichkeiten sollen voraussichtlich Mitte nächster Woche in der Londoner St. Paul's Kathedrale stattfinden. Der Leichnam wird auf eigenen Wunsch der „Eisernen Lady“ nicht öffentlich aufgebahrt.

Thatcher war von 1979 bis 1990 Premierministerin Großbritanniens. Sie machte sich vor allem durch den Falkland-Krieg gegen Argentinien und ihre Rolle innerhalb der damaligen Europäischen Gemeinschaft einen Namen. Das – verkürzte – Zitat „Ich will mein Geld zurück“, mit dem sie den sogenannten „Britenrabatt„ durchsetzte, wurde legendär. „Sie liebte ihr Land und diente ihm auf bemerkenswerte Weise“, sagte Premierminister David Cameron.

Regierungen in aller Welt und britische Politiker aller Parteien würdigten Thatcher als großartige Politikerin ihrer Zeit und „prägende Figur“. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) nannte die erste Frau an der Spitze einer europäischen Regierung „eine der überragenden Führungspersönlichkeiten der Weltpolitik ihrer Zeit“. Papst Franziskus würdigte die „christlichen Werte“ Thatchers.

Auch Altbundeskanzler Helmut Kohl (CDU) und der ehemalige Bundesaußenminister Hans-Dietrich Genscher (FDP), beides politische Weggefährten Thatchers, würdigten die Ex-Premierministerin. „Ich habe Margaret Thatcher wegen ihrer Freiheitsliebe, ihrer unvergleichlichen Offenheit, Ehrlichkeit und Geradlinigkeit sehr geschätzt“, heißt es in einer Erklärung Kohls.

„Mit dem Tod von Baroness Margaret Thatcher hat die Welt eine der großen Verfechterinnen der Freiheit verloren und Amerika eine wahre Freundin“, sagte US-Präsident Barack Obama laut einer am Montag in Washington verbreiteten Mitteilung. Der russische Präsident Wladimir Putin würdigte Thatcher als „starke und rigorose Frau“.

Thatcher hatte die britische Politik und Teile der Weltpolitik in den 1980er Jahren entscheidend geprägt. Innenpolitisch hatte vor allem ihr extrem harter Kurs gegen die Gewerkschaften, das Kürzen von Sozialleistungen und eine Welle von Privatisierungen für Furore gesorgt.

Außenpolitisch gab sich Thatcher ebenso kompromisslos - für viele Entscheidungen musste die Tochter eines Gemischtwarenhändlers und studierte Chemikerin massiv Kritik einstecken. Darunter war auch ihr Wankelmut im Umgang mit dem Apartheid-Regime in Südafrika.

Thatcher hatte bereits mehrere Schlaganfälle erlitten. Nach Angaben ihrer Tochter Carol war sie seit Jahren dement. Sie hatte sich nur noch selten in der Öffentlichkeit gezeigt. Nach Informationen der BBC starb sie in einer Suite im Londoner Hotel Ritz. Dort hatte sie zuletzt gewohnt, weil die Betreuungsmöglichkeiten besser waren als in ihrer eigentlichen Wohnung.

Von

dpa

Kommentare (2)

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leobeck

09.04.2013, 17:57 Uhr

margrit117888 kennst du thatcher die arrogante selbstherrliche kuh überhaupt ich glaube nicht und sich auf de bimbeskohl und den Brunenvergifter genscher zu berufen ist ja wohl ein witz

Account gelöscht!

09.04.2013, 18:41 Uhr

Der Witz ist, daß Margrit hier in diesem Forum schon sehr oft Genscher als "schrecklichen Juristen" bezeichnet hat.

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