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12.10.2012

13:52 Uhr

Begründung im Wortlaut

„Erfolgreicher Kampf für Frieden und Versöhnung“

Das norwegische Nobelkomitee hat die Europäische Union mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet. Die Begründung für diese Entscheidung im Wortlaut.

Der Friedensnobelpreis geht in diesem Jahr an die Europäische Union. dpa

Der Friedensnobelpreis geht in diesem Jahr an die Europäische Union.

OsloDas norwegische Nobelkomitee ehrt die EU als erfolgreiches Friedensprojekt mit dem Friedensnobelpreis 2012. In der am Freitag in Oslo veröffentlichten Begründung des fünfköpfigen Komitees heißt es (dpa-Übersetzung):

„Das Norwegische Nobelkomitee hat entschieden, dass der Friedensnobelpreis 2012 an die Europäische Union (EU) vergeben wird. Die Union und ihre Vorgänger haben über sechs Jahrzehnte zur Förderung von Frieden und Versöhnung beigetragen. Seit 1945 ist diese Versöhnung Wirklichkeit geworden. Das furchtbare Leiden im Zweiten Weltkrieg zeigte die Notwendigkeit eines neuen Europa. Über 70 Jahre hatten Deutschland und Frankreich drei Kriege ausgefochten. Heute ist Krieg zwischen Deutschland und Frankreich undenkbar. Das zeigt, wie historische Feinde durch gut ausgerichtete Anstrengungen und den Aufbau gegenseitigen Vertrauens enge Partner werden können.

In den 80er Jahren sind Griechenland, Spanien und Portugal der EU beigetreten. Die Einführung der Demokratie war Voraussetzung für ihre Mitgliedschaft. Der Fall der Berliner Mauer machte den Beitritt möglich für mehrere zentral- und osteuropäische Staaten. Dadurch wurde eine neue Ära der europäischen Geschichte eingeleitet. Die Teilung zwischen Ost und West ist in weiten Teilen beendet. Die Demokratie wurde gestärkt. Viele ethnisch bedingten Konflikte wurden gelöst.

Die Aufnahme von Kroatien als Mitglied im nächsten Jahr, die Einleitung von Aufnahmeverhandlungen mit Montenegro und die Erteilung des Kandidatenstatus an Serbien wird den Prozess der Aussöhnung auf dem Balkan voranbringen. Im letzten Jahrzehnt hat auch in der Türkei die Aussicht auf eine EU-Mitgliedschaft Demokratie und Menschenrechte in diesem Land gefördert.

Die EU erlebt derzeit ernste wirtschaftliche Schwierigkeiten und beachtliche soziale Unruhen. Das Norwegische Nobelkomitee wünscht den Blick auf das zu lenken, was es als wichtigste Errungenschaft der EU sieht: den erfolgreichen Kampf für Frieden und Versöhnung und für Demokratie sowie die Menschenrechte; die stabilisierende Rolle der EU bei der Verwandlung Europas von einem Kontinent der Kriege zu einem des Friedens.

Die Arbeit der EU repräsentiert „Bruderschaft zwischen den Nationen“ und entspricht einer Form von „Friedenskongress“, wie Alfred Nobel dies als Kriterium für den Friedenspreis 1895 in seinem Testament umschrieben hat.“

Von

dpa

Kommentare (2)

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Account gelöscht!

12.10.2012, 16:51 Uhr

Das "EU-Korsett aus Brüssel" schnürt Europa die Luft ab. Die negativen Auswirkungen erleben wir gerade.

Und dann ein solcher Affen-Preis für den Hof-Staat in Brüssel ? Diese EU-Zentral-Macht richtet nur Schaden in Europa an. Ein schwarzer Tag für Europa, wenn Barosso, M.Schulz und Rompuy den orden überreicht bekommen.

Den Friedens-Nobelpreis kann dann auch niemand mehr ernst nehmen. Selbst-Beweihräucherung. Schäuble hat ja auch letztens einen Preis gewonnen und Draghi auch. Affige Theater-Vorstellungen der sozialistischen Scheuklappen-Garde.

EU is overdone ! Free and independent europe-states in a tight economic bonding is the optimum.

Rainer_J

12.10.2012, 22:00 Uhr

Ich habe mir gerade die Nachrichten bei ARD angesehen (mit Kommentar). Offenbar alles tagelang vorbereitet.

Meine Fresse, was für eine Gehirnwäsche abläuft für diese illegale EUdSSR. Alles geplant bis ins Detail, wie unter Stalin.

Die ganze EUdSSR ist Abschaum und lügt wo sie kann, bricht Regeln und Gesetze wo sie kann und jetzt diese Gehirnwäsche ist einfach nur widerlich.

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