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12.09.2013

04:40 Uhr

Beitrag in New York Times

Putin warnt vor Schlag gegen Syrien

Kurz vor dem Treffen der Außenminister Russlands und der USA mit dem UN-Syrien-Gesandten in Genf warnt der russische Präsident in einem Zeitungsartikel vor einem US-Angriff auf Syrien. Der sei nicht im Interesse der USA.

Syriens Chemiewaffen

Kerry und Lawrow verhandeln in Genf

Syriens Chemiewaffen: Kerry und Lawrow verhandeln in Genf

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Washington/New York/GenfDer russische Präsident Wladimir Putin hat sich im Konflikt um die syrischen Chemiewaffen direkt an die amerikanische Bevölkerung gewandt. In einem am Mittwochabend (Ortszeit) Online veröffentlichten Meinungsartikel der „New York Times“ warb Putin für seinen Vorschlag, das Giftgas-Arsenal des Regimes von Baschar al-Assad unter internationaler Kontrolle zu vernichten und warnte zugleich vor den Folgen eines US-Militärschlages gegen Syrien. Der Kremlchef sprach einerseits von „wachsendem Vertrauen“ zwischen ihm und US-Präsident Barack Obama, aber griff die USA zugleich scharf an.

Ein möglicher US-Angriff gegen Syrien würde zu mehr unschuldigen Opfern und zur Eskalation führen, schrieb Putin. Möglicherweise würde sich der Konflikt weit über Syriens Grenzen hinaus ausweiten und eine neue Welle von Terrorismus auslösen. „Er könnte multinationale Bemühungen zur Lösung des iranischen Atomproblems und des israelisch-palästinenischen Konflikts untergraben und den Nahen Osten und Nordafrika weiter destabilisieren“, so Putin weiter.

Der russische Präsident schrieb, dass es keinen Zweifel am Einsatz von Giftgas in Syrien gebe. „Aber es gibt jeden Grund zu glauben, dass es nicht von den syrischen Streitkräften, sondern von den Oppositionskräften benutzt wurde, um eine Intervention...zu provozieren.“

Russland und Syrien: Beschwichtigen, drohen, taktieren

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Vor dem G20-Gipfel gibt sich Wladimir Putin flexibel: Russlands Präsident zweifelt die Beweise gegen Assad an und droht den USA im Fall eines Militärschlages mit Konsequenzen. Zugleich öffnet er sich eine Hintertür.

Putin nannte es „alarmierend“, dass ein militärisches Eingreifen in interne Konflikte ausländischer Staaten für die USA zur Gewohnheit geworden sei. „Aber ist es in Amerikas langfristigem Interesse?“, fragte der Kremlchef. „Ich bezweifele es. Millionen rund um die Welt sehen Amerika zunehmend nicht als ein Modell für die Demokratie, sondern als einen Staat, der sich allein auf brutale Gewalt verlässt, Koalitionen unter dem Motto "Ihr seid entweder an unserer Seite oder gegen uns" zusammenschustert.“

Der Artikel erscheint am Abend vor dem Treffen des russischen Außenministers Sergej Lawrow und seines US-Kollegen John Kerry zu Beratungen über die Syrien-Krise in Genf. Auch der Syrien-Gesandte der UN, Lakhdar Brahimi, soll teilnehmen. Nach US-Angaben wird Kerry mindestens zwei Tage in der Schweiz bleiben. Thema der Gespräche mit Lawrow soll dabei unter anderem ein russischer Plan zum Umgang mit dem syrischen Chemiewaffen-Arsenal sein. Die Regierung in Damaskus hatte zugestimmt, es internationaler Kontrolle zu unterstellen. Damit soll ein US-Angriff abgewendet werden. Auch Frankreich hat einen Vorschlag vorgelegt.

Die US-Regierung macht Präsident Baschar al-Assad für einen Giftgas-Angriff verantwortlich, bei dem im August fast 1500 Menschen getötet worden sein sollen. Als Reaktion diskutiert sie einen Militärschlag gegen Syrien. Die Regierung in Damaskus weist den Vorwurf zurück.

Kommentare (28)

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wolfshund

12.09.2013, 07:00 Uhr

Und: wer - WER - warnt vor der Bevölkerungseskalation in: Deutschland? Jetzt kommen 5000 Menschen aus einem anderen, ganz anderen kulturellen Kreis nach Mitteleuropa. Deutschland ist lt. dpa das 3. Land in der weltweiten Migration nach USA und der Russland. TrittiHn, Gerhard Schröder und der Finanzhai Maschmeyer mit Monika Ferres - da die Leute in Hannover landen - sollen 3000 Leute in Schloss Hannover & Co, vorallem PRIVAT - ! - aufnehmen!!

KritischeStimme

12.09.2013, 07:31 Uhr

Schon fuer das Planen des Militairschlages sollte man Obama den NobelFriedensPreis wegnehmen.USA werfen schon 2 Jahre Oel ins Feuer in Syrien mit Trainierung von Aufstaendischen,Bewaffnung,Finanzierung,Unterstuetzung mit Geheimagenten (Elitetruppen),das stolze Resultat 6mio Opfer an Toten,Verwundeten,Invaliden,Fluechtlingen.Jetzt muss Obama einen Rueckzieher machen weil das amerikanische Volk will keine Kriege mehr.Auch Papst Franziskus hat schon einen Weltbettag organisiert fuer den Frieden in Syrien,seine Klooster als Fluechtlingauffang bereitgestellt und zeigt hiermit Format fuer Moral+Etik was bei den Politikern in USA+EU so sehr fehlt

Account gelöscht!

12.09.2013, 07:33 Uhr

@wolfshund

Kürzlich hat Deutschland (auch wenn von der "freien deutschen Presse" weitgehend verschwiegen) 5000 Tschetschenen aufgenommen, wobei ich mal unterstellen mag, daß da durchaus auch Bürgerkriegstäter oder deren Angehörigen dabei waren, zumal tschetschenischen "Rebellen" sich gerade - von unseren Freunden, den Saudis finanziert - in Syrien austoben.

Es ist halt das Schicksal eines besetzten Landes, daß es die weltweiten Kollateralschäden seiner Besatzer, sowohl Opfer als auch Täter, aufnehmen muß.

Deutschland ist bevorzugter Ruheraum islamistischer Terroristen. Hat sich schon jemand gefragt, warum die deutschen Behörden so einen rießigen Überwachungsaufwand auf sich nehmen, um die ausländischen Islamisten in Deutschland zu überwachen, wenn man diese Leute auch abschieben könnte?

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