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04.05.2015

11:25 Uhr

Ben Carson

Ex-Neurochirurg will US-Präsident werden

Vom Neurochirurgen zum US-Präsidenten: Ben Carson will 2016 für die Republikaner zur Wahl antreten. Berühmt wurde er durch eine Operation an siamesischen Zwillingen, die am Hinterkopf zusammengewachsen waren.

Der Neurochirurg wurde durch die erfolgreiche Trennung von siamesischen Zwillingen bekannt. ap

Ben Carson

Der Neurochirurg wurde durch die erfolgreiche Trennung von siamesischen Zwillingen bekannt.

WashingtonIn den USA wächst die Zahl der republikanischen Bewerber um das Präsidentenamt. Der bekannte Neurochirurg Ben Carson steigt ins Vorwahlrennen der Republikaner ein, kündigte er am Sonntagabend in einem Interview des TV-Senders „WKRC“ an. Der wortgewandte Politneuling ist bislang der einzige afroamerikanische Kandidat bei den Konservativen.

Weit über die Grenzen der USA hinaus kam Carson als Chefarzt der Neurochirurgie an der Johns Hopkins Kinderklinik in Baltimore zu Ruhm. Den Posten hatte er 29 Jahre lang inne. Carson leitete die ersten Operation an siamesischen Zwillingen, die am Hinterkopf zusammengewachsen waren. Seine Karriere wurde sogar zum Filmstoff: Im Drama „Gifted Hands“ (zu deutsch „Begnadete Hände“) von 2009 verkörperte Hollywoodstar Cuba Gooding Jr. den geschickten Chirurgen. Auch als Buchautor ist Carson erfolgreich.

Daten und Fakten über die USA

Fläche

Mit einer Fläche von 9.809.155 Quadratkilometern sind die Vereinigten Staaten laut Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) der drittgrößte Staat der Erde.

Bevölkerung

Nach Schätzungen des Internationalen Währungsfonds (IWF) betrug die Gesamtbevölkerung der USA im Jahr 2013 rund 317 Millionen Einwohner.

Hauptstadt

Die Hauptstadt der USA ist Washington D.C. Die Stadt selbst hat etwa 646.000 Einwohner, im Großraum haben sich etwa 5,7 Millionen Menschen niedergelassen. (Stand: 2014)

Staatsform

Die Staatsform der USA ist eine föderale und präsidentielle Republik.

Präsident

Barack H. Obama ist der 44. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika. Er befindet sich in seiner zweiten Amtszeit.

BIP

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) der USA beläuft sich nach Angaben des Auswärtigen Amts auf etwa 16,72 Billionen US-Dollar. (Stand: 2013)

Arbeitslosenquote

Die Arbeitslosenquote in den Vereinigten Staaten lag im Juli 2014 bei 6,2 Prozent. Vor der Wirtschaftskrise lag die Quote im Jahr 2007 noch bei 4,6 Prozent, 2010 stieg sie zwischenzeitlich auf 9,6 Prozent an.

Außenhandel

Die USA sind nach Angaben des Auswärtigen Amts weltgrößter Absatzmarkt für Importgüter und standen als Exporteur 2013 (nur Waren) hinter China an zweiter Stelle.

Er habe sich zur Kandidatur entschlossen, nachdem ihn viele Menschen dazu ermutigt hätten, obwohl er ein politischer Neuling sei, sagte der 63-Jährige in einem Interview des TV-Senders „WPEC“. Der 63-Jährige bekleidete noch nie ein politisches Amt. Trotzdem gilt er unter konservativen Aktivisten als Star, seitdem er 2013 bei einer Gebetsveranstaltung in Washington eine fulminante Rede hielt. Carson übte scharfe Kritik am modernen Wohlfahrtsstaat und der Richtung, in die die USA gehen. Präsident Barack Obama saß damals nur wenige Meter entfernt.

Seit dem denkwürdigen Auftritt hat sich Carson immer wieder mit Verbalattacken auf den Staatschef zu Wort gemeldet. Mal nimmt er Obamas Gesundheitsreform aufs Korn, mal dessen Außenpolitik. Zuletzt äußerte sich Carson zu den Unruhen nach dem mysteriösen Tod des Afroamerikaners Freddie Gray in Baltimore, wo der ehemalige Starmediziner immer noch lebt. In einem Meinungsartikel im Magazin „Time“ verurteilte Carson die gewaltsamen Proteste und den Vandalismus als „krasses Fehlverhalten“.

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