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09.03.2012

09:26 Uhr

Benjamin Netanjahu

Israel drängt auf Schlag gegen Irans Atomanlagen

Israel präsentiert sich weiter entschlossen dazu, den Bau einer Iranischen Atombombe notfalls mit einem Militärschlag stoppen zu wollen. Dies sei „keine Frage von Jahren“, sagte Präsident Netanjahu.

Benjamin Netanjahu vor einem Bühnenauftritt in Tel Aviv. dpa

Benjamin Netanjahu vor einem Bühnenauftritt in Tel Aviv.

Tel Aviv/WashingtonIsrael zeigt sich weiter entschlossen, den Bau einer iranischen Atombombe notfalls mit einem Angriff zu verhindern. Ein Schlag gegen die iranischen Atomanlagen sei „keine Frage von Tagen oder Wochen, aber auch nicht von Jahren“, warnte Ministerpräsident Benjamin Netanjahu kurz nach der Rückkehr von seinem USA-Besuch. US-Präsident Barack Obama hatte ihn aufgerufen, Sanktionen mehr Zeit zu lassen und noch nicht anzugreifen.

Zugleich hatte Obama bekräftigt, dass er eine mögliche iranische Atombombe nicht nur als Bedrohung Israels, sondern ebenso der USA betrachte. Dagegen würden die USA notfalls auch militärisch vorgehen. Die USA seien dafür auch viel besser gerüstet, als Israel, betonte der amerikanische Verteidigungsminister Leon Panetta in einem Interview mit dem „National Journal“. Wenn sich die Israelis entscheiden sollten, anzugreifen, dann hätte das ohne Frage Auswirkungen auf das iranische Atomprogramm, sagte Panetta und merkte weiter an: Würden sich die USA zu einem Angriff entscheiden würden, hätte dies eine „höllisch größere Wirkung“.

Der Iran verneint, überhaupt nach Atomwaffen zu streben. Netanjahu warnte im israelischen Fernsehen jedoch erneut, eine atomare Bewaffnung des Irans stelle eine Bedrohung für das Überleben des israelischen Volkes dar. Wenn im Atomstreit die falsche Entscheidung getroffen werde, „wem sollte ich das erklären? Den Historikern? Den Generationen vor uns? Den Generationen, die (dann) nicht mehr nach uns kämen?“, fragte Netanjahu.

Von

dpa

Kommentare (8)

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observer

09.03.2012, 09:40 Uhr

Sarkozy nennt Israels Regierungschef "Lügner"
zuletzt aktualisiert: 08.11.2011 - 11:54

Paris (RPO). Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy hat einem Medienbericht zufolge den israelischen Regierungschef Benjamin Netanjahu als "Lügner" bezeichnet.
Nicolas Sarkozy und Barack Obama in Cannes. Foto: AFP POOL, dpa
Nicolas Sarkozy und Barack Obama in Cannes. Foto: AFP POOL, dpa

Vor einer Pressekonferenz beim G-20-Gipfel in Cannes in der vergangenen Woche hätten die Journalisten aus Versehen eine Unterhaltung Sarkozys mit US-Präsident Barack Obama mithören können, weil die Geräte für die Übersetzung schon vor dem offiziellen Auftritt verteilt worden seien und einige Pressevertreter ihre eigenen Kopfhörer eingestöpselt hätten, berichtete das französische Internetmagazin "Arrêt" am Dienstag.

Dabei habe Sarkozy zu Obama gesagt: "Ich kann ihn nicht mehr sehen, das ist ein Lügner." Daraufhin habe Obama geantwortet: "Du magst ja genug haben von ihm, aber ich muss jeden Tag mit ihm umgehen!" Mehrere Journalisten, die in Cannes waren, bestätigten der Nachrichtenagentur AFP den Inhalt dieses Gesprächs.

KFR

09.03.2012, 10:29 Uhr

Die Anstiftung zu einem Angriffskrieg ist in der BRD immer noch strafbar !

www.merlinsgirls.com

09.03.2012, 12:20 Uhr

Wie waers mit nem Doppelschlag? Gleichzeitig auf die Atomanlagen von Iran UND auf die von ISRAEL?

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