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07.02.2013

11:19 Uhr

Benoit Couere

EZB-Direktor will Bankenunion in diesem Jahr

Das EZB-Direktionsmitglied Couere drückt bei der Bankenunion aufs Gas. Vor allem der Abwicklungsmechanismus müsse schneller eingeführt werden. Dass die Bankenunion muss noch in diesem Jahr kommen.

Blick über die Frankfurter Bankentürme. EZB-Direktor Couere mahnt zur Eile bei der Bankenunion. dpa

Blick über die Frankfurter Bankentürme. EZB-Direktor Couere mahnt zur Eile bei der Bankenunion.

FrankfurtDas französische EZB-Direktoriumsmitglied Benoit Coeure mahnt bei der Gestaltung der europäischen Bankenunion zur Eile. Vor allem der geplante Abwicklungsmechanismus für strauchelnde Banken müsse schnellstmöglich aufgebaut werden, damit in Zukunft verhindert werden könne, dass Steuerzahler für einzelne Banken haften. „Es ist essenziell, dass über dieses zweite Element der Bankenunion in diesem Jahr eine Einigung erzielt wird“, schrieb Coeure in einem am Donnerstag veröffentlichten Gastbeitrag für das „Handelsblatt“.

Bislang ist noch unklar, wie der Abwicklungsmechanismus aussehen und auf welches Geld er bei einer Rekapitalisierung einer Bank zurückgreifen soll. Ein Vorschlag sieht vor, dass zuerst die Gläubiger der Bank haften, dann die nationale Ebene und erst danach, wenn diese finanziell überfordert ist, der europäische Steuerzahler über den Rettungsfonds ESM. Dieser Vorschlag wird unter anderem von Coeures Direktoriumskollegen Jörg Asmussen favorisiert.

Für die Europäische Zentralbank (EZB) ist es von großer Bedeutung, dass die Bankenunion zwei tragfähige Säulen bekommt, da die erste Säule - die Bankenaufsicht - ab kommendem Jahr unter ihrem Dach arbeiten wird. Damit diese Aufsicht aber kein zahnloser Tiger wird, muss sie Geldhäuser auch abwickeln und schließen können. Dafür braucht sie einen gut funktionierenden Abwicklungs- und Restrukturierungsmechanismus.

Von

rtr

Kommentare (4)

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Timmy0906

07.02.2013, 11:47 Uhr

Ist doch klar, dass die Franzosen auf das zeitliche Tempo drücken.
Lieber gestern als heute. Schließlich müssen die kritischen Fälle ausgelagert werden und der deutsche Sparer und Michl hat noch Geld, was es gilt recht schnell habhaft zu werden.
Natürlich gibt es von unserer Bundeskanzlerin erst einmal einen Einwand, natürlich mit roten Linien.
Diese werden natürlich am Ende überschritten. Oder für was sonst gibt es rote Linie in der deutschen Politik bezüglich der EÙ?

emilioemilio

07.02.2013, 12:12 Uhr

Die EU verkommt zum Selbstbedienungsladen der Olivenpresser unter Führung von FRANKREICH!
Seit Jahrzehnten der Traum von der Vorherrschaft in Europa und dem Niedergang Deutschlands! Die "ENA" läßt grüßen, denn die ganze Denke der französischen "Eliten" bekommen es dort mit der Muttermilch von Marianne!!!
Jedes Mittel ist recht! Das Ziel bleibt bis zur Vollendung!!!

Account gelöscht!

07.02.2013, 12:42 Uhr

Ich kann die Forderung des Kollegen aus Frankreich nur unterstützen.

Es sollte so gemacht werden wie bei der Euro-Einführung:

1. Diejenigen, die den ganzen Mist am Ende bezahlen müssen an der Entscheidung NICHT teilhaben lassen.

2. Erst mal alles einführen und die Details irgendwie hinterher klären.

Dann kann daraus etwas werden.

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