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09.12.2014

09:37 Uhr

Bericht zu CIA-Methoden

Bush dankt Folterern

Am Dienstag soll ein Bericht über Foltermethoden des CIA veröffentlicht werden. Das Verteidigungsministerium warnt vor Ausschreitungen im Ausland. Ex-Präsident George W. Bush gießt vorab Öl ins Feuer.

Der Bericht beschäftigt sich mit den Verhörmethoden des Geheimdienstes CIA unter dem damaligen Präsidenten George W. Bush nach den Anschlägen vom 11. September 2001. ap

Der Bericht beschäftigt sich mit den Verhörmethoden des Geheimdienstes CIA unter dem damaligen Präsidenten George W. Bush nach den Anschlägen vom 11. September 2001.

WashingtonDer „Krieg gegen den Terror“ prägte die Amtszeit des George W. Bush. Jetzt folgt die Aufarbeitung: Nach monatelangen Verzögerungen will der US-Senat am Dienstag einen Untersuchungsbericht über die Misshandlung von Terrorverdächtigen nach den Anschlägen vom 11. September 2001 veröffentlichten.

Noch vor der Veröffentlichung provoziert der Ex-Präsident mit neuen Aussagen. Bush machte klar, dass er hinter den damaligen Verhörbeamten steht. „Wir können uns glücklich schätzen, Männer und Frauen zu haben, die bei der CIA hart für uns arbeiten“, sagte er in einem CNN-Interview. „Sie sind Patrioten, und was immer der Bericht sagt: Wenn er ihre Beiträge für unser Land herabwürdigt, dann liegt das völlig daneben.“

Damit gießt Obamas Vorgänger Öl ins Feuer. Denn der Bericht ist für die USA von höchster Brisanz. Die Vereinigten Staaten bereiten sich auf mögliche Unruhen im Ausland nach der Veröffentlichung vor. Das Verteidigungsministerium habe Kommandeure weltweit aufgerufen, Vorsichtsmaßnahmen zum Schutz von Soldaten und Einrichtungen zu treffen, sagte Heeresoberst Steve Warren. So sollen auch Botschaften verstärkt geschützt werden.

Bereits zuvor hatte auch Außenminister John Kerry vor möglichen Ausschreitungen gewarnt. Kerry soll US-Medien zufolge die Vorsitzende des Geheimdienstausschuss des Senats, Dianne Feinstein, noch am Freitag in einem Telefonat zu einer erneuten Verschiebung gedrängt haben, weil die Veröffentlichung neue Gewalt im Nahen Osten auslösen und das Leben von verschleppten US-Bürgern gefährden könnte.

Trotz der erhöhten Risiken unterstütze Obamas Regierung die Veröffentlichung, sagte hingegen Obamas Sprecher Josh Earnest am Montag. „Wir haben so viel von dem Bericht freigegeben, wie wir können.“ Die Regierung wolle „Klarheit“ und „Transparenz“ darüber herstellen, „was amerikanische Werte sind“.

Bericht über US-Foltermethoden

US-Folter: Waterboarding, Besenstiele, Scheinexekutionen

Bericht über US-Foltermethoden: US-Folter: Waterboarding, Besenstiele, Scheinexekutionen

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Obama hatte die Verhörmethoden zuletzt Anfang August ungewöhnlich scharf kritisiert. „Unmittelbar nach 9/11 haben wir einige Dinge gemacht, die falsch waren“, sagte er. „Wir haben einige Leute gefoltert.“ Das dürfe sich nicht wiederholen.

Feinstein sagte am Montag vor Journalisten, sie wolle, dass die US-Bürger den Bericht lesen. So könnten sie sehen, „dass, wenn wir Fehler machen, wir sie auch eingestehen“. Die demokratische Senatorin Claire McCaskill sagte ebenfalls, sie unterstütze die Veröffentlichung des Berichts, denn dies sei ein wichtiger Moment für die US-Demokratie. „Solch einen Bericht würde es niemals in Nordkorea, China oder Russland geben.“ Der republikanische Vorsitzende des Geheimdienstausschusses im Repräsentantenhaus, Mike Rogers, hatte am Sonntag hingegen von einer „furchtbaren Idee“ gesprochen.

Kommentare (5)

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Sergio Puntila

09.12.2014, 09:36 Uhr

Auch wenn G.W.Bush seine Amtszeit zu verteidigen wünscht: es war ihm vorbehalten geblieben die USA an den Rand des wirtschaftlichen und ideellen Ruins zu bringen.

Es wird noch Jahrzehnte dauern die Schäden zu reparieren, die G.W. Bush den USA und den Amerikanern zugefügt hat.

Herr Gerd Kintzel

09.12.2014, 10:37 Uhr

George-dabbelju geht die intellektuelle und empathische Gabe vollkommen ab zu erkennen - oder nur zu begreifen - daß viele Anschläge auf die USA ihren Ursprung in einer großenteils kriegerischen und gewalttätigen Hegemonialpolitik haben. Die Folgen daraus, so fürchte ich, werden noch lange "nachwirken".

Herr Woifi Fischer

09.12.2014, 10:58 Uhr

"Sie sind Patrioten" Bush lobt CIA-Folter in Geheimgefängnissen!

Ich denke er muß zum Psychiater und auf seinen Geisteszustand untersucht werden.
So wie sie im Irak die Folter gnadenlos eingesetzt haben, wurden deutsche Soldaten nach dem zweiten Weltkrieg genauso gefoltert.
Die US-Gesellschaft ist krank und pervers.
Sie haben keine Achtung vor dem Leben anderer.

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