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30.04.2012

12:32 Uhr

Bericht zu Libyen-Spenden

Sarkozy geht gegen Enthüllungsportal vor

Nicolas Sarkozy will den Internet-Dienst Mediapart noch in dieser Woche verklagen. Mediapart hatte berichtet, Sarkozy habe 50 Millionen Euro aus Libyen erhalten, als Wahlspende. Sarkozy spricht von einer Fälschung.

Der Bericht von Mediapart über die Wahlkampfspenden an Sarkozy. AFP

Der Bericht von Mediapart über die Wahlkampfspenden an Sarkozy.

ParisDer französische Präsident Nicolas Sarkozy hat eine Anzeige gegen den Internet-Enthüllungsdienst Mediapart angekündigt, der über eine geplante Wahlkampfspende des früheren libyschen Machthabers Muammar al-Gaddafi für Sarkozy berichtet hatte. Er werde deshalb noch vor dem Ende des Wahlkampfes am Freitag Anzeige gegen Mediapart erstatten, sagte der Staatschef am Montag im Fernsehsender France 2.

Mediapart hatte am Samstag ein Dokument veröffentlicht, wonach Libyen bereit war, Sarkozys Wahlkampf im Jahr 2007 mit 50 Millionen Euro zu unterstützen. In dem angeblich vom früheren libyschen Geheimdienstchef Mussa Kussa unterzeichneten Dokument ist von einer entsprechenden „Grundsatzvereinbarung“ die Rede. Ob das Geld tatsächlich geflossen ist, blieb offen. Kussa, der sich während der Revolte gegen Gaddafi im vergangenen März von dem Machthaber losgesagt und nach London abgesetzt hatte, sprach gestern von einer Fälschung.

Der Chef von Mediapart, Edwy Plenel, sagte, er sehe einem möglichen Prozess gelassen entgegen. Es reiche nicht, die Echtheit des veröffentlichten Dokuments in Frage zu stellen, um den Verdacht finanzieller Verflechtungen zwischen dem Sarkozy-Lager und Gaddafi zu entkräften. Sarkozy bewirbt sich um eine zweite Amtszeit und tritt in der Stichwahl am Sonntag gegen den Sozialisten François Hollande an.

Von

afp

Kommentare (1)

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EUropaWieLangeLebstDuNoch

01.05.2012, 11:07 Uhr

Oha, da muß aber jemand wirklich gute Karten haben, wenn er einen Rückzug von eigenen Meldungen noch nicht mal andeutet.

Ein Vergleich mit "Hamann und Mordechai" muß Sarkozy mit Strauss-Kahn weniger befürchten. Es liegt doch auf der Hand, Könige blieben von solchen "Scharmützeln" schon immer verschont. Es gab sie schon immer, welche sich als Könige fühlten und später als Bettler dastanden. Ein neues "europäisches" Syndrom macht sich breit, Sarkomerkel in Verflechtungen von Bildern an Bergern.

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