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13.07.2012

14:32 Uhr

Berichte über Massaker

Syrien soll Chemiewaffen bereit machen

Syrische Truppen sollen in einem Dorf ein neues Massaker verübt haben. Es ist von rund 250 Toten die Rede. Laut einem Zeitungsbericht soll die Armee auch damit begonnen haben, Chemiewaffen aus den Lagern zu holen.

Wurden Raketen auf das Dorf abgeschossen? Militärübung der syrischen Armee (Foto der staatlichen Nachrichtenagentur Sana). dpa

Wurden Raketen auf das Dorf abgeschossen? Militärübung der syrischen Armee (Foto der staatlichen Nachrichtenagentur Sana).

Kairo/Damaskus/Washington/IstanbulDas syrische Regime hat nach einem Zeitungsbericht damit begonnen, Chemiewaffen aus den Lagern zu holen. Die US-Regierung sei deswegen alarmiert, berichtete das „Wall Street Journal“ am Freitag weiter. Unklar sei, ob die Waffen vor Aufständischen in Sicherheit gebracht oder einsatzbereit gemacht werden, womöglich auch nur als Drohgebärde, zitiert das Blatt Regierungsvertreter in Washington.

Syrien besitze größere Mengen des Nervenkampfstoffes Sarin und Senfgas. Bei einem Zusammenbruch des Regimes plane Washington, dass Spezialeinheiten aus dem Nachbarland Jordanien die syrischen Chemiewaffenlager sichern.

Am Freitag wurden auch Berichte über ein angebliches Massaker an Zivilisten bekannt. Syrische Regierungstruppen sollen nach Angaben von Aktivisten in dem Dorf Tremseh in der Provinz Hama ein Blutbad verübt haben. „Mehr als 220 Menschen wurden getötet und rund 300 weitere verletzt“, sagte Abu Omar, der örtliche Kommandeur der oppositionellen Freien Syrischen Armee, in der Nacht zum Freitag.

Das syrische Fernsehen berichtete hingegen, dass „terroristische Gruppen“ für das Massaker verantwortlich seien. Auch drei Angehörige der Sicherheitskräfte seien bei den Kämpfen ums Leben gekommen. Eine unabhängige Überprüfung der Angaben ist nicht möglich.

Die Bundesregierung reagierte mit der Aufforderung an Syrien, den UN-Beobachtern unverzüglich Zugang zum „Ort des Verbrechens“ zu gewähren, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Freitag in Berlin. Die notwendigen Untersuchungen müssten ungehindert durchgeführt werden.

Mit dem erneuten Zwischenfall wächst nach Einschätzung des Auswärtigen Amtes (AA) auch der Druck auf die internationale Staatengemeinschaft, eine diplomatische Lösung zu finden. Die Verhandlungen über eine UN-Resolution seien aber weiterhin sehr kompliziert, sagte ein AA-Sprecher.

Kommentare (4)

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hartmut.w.gloecknerr

13.07.2012, 08:16 Uhr

Alles nur Lügen? Fotomontagen, verfälschte Vorortreportagen, vorgetäuschte Tote und (geschminkte) Verletzte? Was für ein armer Zeitgenosse!Und dann auch noch anonym...vielleicht gibts in seiner Welt dafür noch ne Tapferkeitsmedaille....

Tom

13.07.2012, 12:48 Uhr

Was ist denn das für eine Zensur hier ??? Wo sind die Kommentare, die bisher abgegeben wurden ??
Haben wir schon chinesische Zustände ???

Muenchhausen

13.07.2012, 16:23 Uhr

Mein Kommentar fehlt auch wieder ?
Stimmt es doch nicht was im Artikel steht?

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