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09.09.2013

19:01 Uhr

Berlusconi-Entscheidung

Italiens Firmenchefs warnen vor Regierungskrise

ExklusivItalien droht das politische Chaos. Manager blicken mit Sorge auf die Entwicklung. Enel-Chef Conti und Unicredit-Chef Ghizzoni warnen: Eine Regierungskrise würde einen möglichen Aufschwung abbremsen.

Warnt vor einer Regierungskrise: Fulvio Conti, der Vorstandsvorsitzende des größten italienischen Versorgers Enel. AFP

Warnt vor einer Regierungskrise: Fulvio Conti, der Vorstandsvorsitzende des größten italienischen Versorgers Enel.

MailandItaliens Ex-Regierungschef Silvio Berlusconi kämpft um sein politisches Überleben. Während der Cavalliere damit droht, die Koalitionsregierung in Rom aufzukündigen und das Land ins Chaos zu stürzen, warnen Unternehmenschefs vor einer Zuspitzung der Lage. „Eine Regierungskrise wäre ein schwerer Schlag. Damit würde der Aufschwung, den wir kommen sehen, gebremst, weil die politische Kontinuität fehlen würde“, sagte Fulvio Conti, der Vorstandsvorsitzende des größten italienischen Versorgers Enel dem Handelsblatt.

Auch der Vorstandsvorsitzende der Großbank Unicredit, Federico Ghizzoni, sorgt sich um den Aufschwung. „Ich bin überzeugt, dass Italien sich erholt und das wir im vierten Quartal ein Wachstum sehen werden “, sagte Ghizzoni. „Aber eine Regierungskrise würde das infrage stellen“, sagte er.

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Der Sommer ist zu Ende, die Schonfrist für Silvio Berlusconi damit vorbei. Italien zerbricht sich den Kopf darüber, wie lange der verurteilte Ex-Premier noch aktiv Politik betreiben darf. Jetzt ist der Senat am Zug.

„Wir hinken schon jetzt dem Rest Europas hinterher. Mit einer Krise würden wir die Lage noch verschlimmern“ sagte der Präsident des börsennotierten Bremsenherstellers Brembo, Alberto Bombassei, der seit dieser Legislatur im Parlament sitzt. „Ich hoffe, dass der gesunde Menschenverstand gegenüber den Einzel- und persönlichen Interessen überwiegt“, sagte er.

Berlusconis Schicksal stand am heutigen Montag auf der Tagesordnung des zuständigen Senatssausschusses. Der muss entscheiden, ob der frühere Regierungschef seinen Sitz im Senat aufgeben muss, weil er im August von einem Gericht rechtskräftig verurteilt worden ist.

Von

kk

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