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17.01.2013

13:07 Uhr

Beschlossene Sache

EU schickt Militärausbilder nach Mali

Die Europäische Union will so rasch wie möglich Militärausbilder nach Mali schicken. Dies beschlossen die Außenminister der 27 EU-Staaten am Donnerstag in Brüssel. Deutschland wird sich an der Mission beteiligen.

EU-Chefdiplomatin Catherine Ashton mit Malis Außenminister Tieman Coulibaly. dpa

EU-Chefdiplomatin Catherine Ashton mit Malis Außenminister Tieman Coulibaly.

BrüsselMit der raschen Entsendung einer Ausbildungsmission will die EU die malischen Streitkräfte für den Kampf gegen die islamistischen Rebellen stärken. Einen entsprechenden Beschluss bekräftigten die EU-Außenminister am Donnerstag auf einer Dringlichkeitssitzung in Brüssel. „Das wichtigste ist, die Stabilisierung Malis in eigener Verantwortung voranzubringen", sagte der deutsche Chefdiplomat Guido Westerwelle (FDP). Die einheimischen Streitkräfte müssten deswegen befähigt werden, selbst für Sicherheit zu sorgen. Zudem will die EU so helfen, dass die afrikanischen Staaten selbst Soldaten nach Mali schicken um die Aufständischen zurückzudrängen.

Insgesamt sollen bis zu 450 Mann, davon 250 Ausbilder, aus der EU in die Sahelzone geschickt werden, ein erstes technisches Team schon in den kommenden Tagen. Wegen der Kämpfe und der französischen Luftangriffe auf die Terroristen im Norden muss das schon im Dezember verabschiedete Einsatzkonzept aber angepasst werden. Laut Diplomaten könnte das noch bis Anfang Februar dauern.

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Der Bundestag soll den Einsatz deutscher Soldaten absegnen, bevor diese nach Mali geschickt werden.

Westerwelle bekräftigte die deutsche Bereitschaft, sich an der EU-Trainingsmission zu beteiligen. Wie viele Ausbilder die Bundeswehr bereitstelle, müsse nun nach den europäischen Absprachen in der Bundesregierung erörtert werden, sagte der Minister auf Nachfrage.

Die beiden deutschen Transall-Maschinen, die den internationalen Militäreinsatz in Mali unterstützen sollen, dürften voraussichtlich am Freitag nach Afrika starten. Das sagte ein Sprecher des Bundesverteidigungsministeriums am Donnerstag in Berlin. Das Luftwaffenkommando in Köln-Wahn wollte sich auf Anfrage noch nicht auf einen Abflugzeitpunkt festlegen, da die Vorbereitungen für den Einsatz in Abstimmung mit den Verbündeten noch im Gange seien. "Wir halten uns ran", sagte ein Luftwaffen-Sprecher lediglich.

Das Bundeskabinett hatte am Mittwoch die Entsendung der Transall-Maschinen beschlossen. Ein Mandat des Bundestages hält die Regierung anders als die Opposition nicht für erforderlich. Die Flugzeuge sollen den Einsatz von Soldaten der westafrikanischen Staatengemeinschaft ECOWAS logistisch unterstützen und indirekt damit auch die französische Intervention in Mali.

Kommentare (1)

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17.01.2013, 16:30 Uhr

EU schickt Militärausbilder nach Mali!!!
Diese Überschrift ist nicht richtig.
Nicht die EU schickt Militärausbilder, sondern 27 Mitgliedstaaten, dies ist die richtige Überschrift.
Weiter muss die Frage erlaubt sein, warum 27 Mitgliedstaaten dieses Vorhaben unterstützen? Mali war eine Französische Kolonie, also warum, meiner Meinung nach werden hier die Französischen Interessen und deren Wirtschaft geschützt?
Oder liegt es an den großen Bodenschätzen in Mali, dies ist der wäre Grund, warum Frankreich diesen Krieg führt.
Und der nichtglückliche deutsche Außenminister dieser EU-verarsche zugestimmt hat.
Das HB sollte schon das Kind beim Namen nennen.

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