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27.06.2011

22:44 Uhr

Besuch in Deutschland

Wie Wen Jiabao die Europäer umschmeichelt

Chinas Ministerpräsident bringt bei seiner Europreise Geschenke mit. Er wünscht sich mehr Demokratie. Zudem soll China Lagarde als IWF-Chefin unterstützen. Die deutsche Industrie hofft auf Milliardenaufträge.

Chinas Ministerpräsident Wen Jiabao und Bundeskanzlerin Angela Merkel vor einem gemeinsamen Abendessen im Garten der Liebermann-Villa. Quelle: dapd

Chinas Ministerpräsident Wen Jiabao und Bundeskanzlerin Angela Merkel vor einem gemeinsamen Abendessen im Garten der Liebermann-Villa.

London „Ohne Freiheit gibt es keine wirkliche Demokratie und ohne die Garantie auf wirtschaftliche und politische Rechte gibt es keine wirkliche Freiheit“, sagte Wen am Montag bei seinem Besuch in Großbritannien. In China gebe es nach wie vor zuviel Korruption und Einkommen seien nicht gerecht verteilt. Dies und andere Unzulänglichkeiten würden die Interessen des chinesischen Volkes verletzen.

Um diese Probleme zu lösen, müssten Reformen des politischen Systems entschlossen angegangen werden, sagte Wen, dessen Amtszeit 2013 ausläuft. Er ist seit fast zehn Jahren im Amt und gilt unter der regierenden Elite Chinas am ehesten als Politiker mit Reformtendenzen.

Die Kommunistische Partei ging jüngst massiv gegen Andersdenkende vor. Damit reagiert die Regierungspartei auf die Unruhen im Nahen Osten und Nordafrika. Im Vorfeld von Wens Europareise wurde in der vergangenen Woche jedoch zuerst der systemkritische Künstler Ai Weiwei freigelassen und am Wochenende nach mehr als drei Jahren im Gefängnis auch der Bürgerrechtler Hu Jia. Experten nehmen an, dass China mit den Freilassungen Europa Entgegenkommen signalisieren und Kritik wegen der Menschenrechtsfrage aus dem Weg gehen will.

China unterstützt Lagarde

Entgegenkommen zeigt auch Chinas Position zur Wahl des neuen IWF-Chefs. Inzwischen steht das Land offen hinter der Kandidatur der Französin Christine Lagarde, berichtete das „Wall Street Journal“ am Montag. Nach den Worten des Chefs der chinesischen Zentralbank, Zhou Xiaochuan, habe die Französin „wohl die volle Unterstützung“ Pekings. 

China ist nach der jüngsten IWF-Stimmrechtsreform sechstmächtigstes Land innerhalb des Weltwährungsfonds, nach den USA, Japan, Deutschland, Frankreich und Großbritannien.

Kommentare (6)

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Elektriker_aus_Berlin

27.06.2011, 23:13 Uhr

Wat will`n der hier?
Mer habet nix.
Mer gebet nix.

Zukunft

28.06.2011, 00:21 Uhr

China ist das Monster der Zukunft !

Bekanntlich herrscht dort noch immer eine menschenverachtende Diktatur .

Wer hier auf die sogenannten Freunde setzt , der hat schon verloren .

Die Gier nach Reichtum durch die westl. Konzerne hat China zu einem Monster werden lassen .

Die wirtschaftlichen Folgen für die westl. Industrie sind
noch garnicht abzusehen .

Die Expansion des Monsters ist beängstigend.

Die westliche Industrie auch DAX Unternehmen wird China
übernehmen.

Das Monster will die absolute wirtschaftliche u. militärische Weltherrschaft.

Die Menschen werden Sklaven dieses Systems werden.


Das ist die Zukunft u. keine Utopie !!!

Verstaendnis

28.06.2011, 00:52 Uhr

Wir sollten zur Kenntnis nehmen, dass China ein Land mit 1.500.000.000 Einwohnern ist. Da kann man nicht so unsere Maßstäbe anlegen. Und China sollte verstehen, dass wir nicht die einzige Resource die wir haben, Know-How, verschleudern können.

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