Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

04.01.2011

02:55 Uhr

Bewegung im Nuklearstreit

Teheran will dem Ausland seine Atomanlagen zeigen

Der Iran hat mehreren Ländern die Besichtigung seiner Atomanlagen angeboten. Nach Informationen verschiedener Nachrichtenagenturen sind entsprechende Einladungen bei der Internationalen Atomenergiebehörde eingegangen. Damit will Teheran kurz vor der nächsten Runde der Atomgespräche diesen Monat offenbar eine Klimaverbesserung erreichen. Allerdings: Die USA gehören nicht zu den Eingeladenen.

Irans Präsident Ahmadinedschad: Zeichen des guten Willens? Quelle: dpa

Irans Präsident Ahmadinedschad: Zeichen des guten Willens?

HB WIEN. Vor Beginn einer neuen Verhandlungsrunde über sein umstrittenes Atomprogramm hat der Iran ausgewählten Staaten eine Besichtigung von Nuklearanlagen angeboten. Zu den Eingeladenen zählen die EU, Russland, China, arabische Staaten und Entwicklungsländer, nicht aber die USA, wie aus einer Einladung hervorgeht, die der Nachrichtenagentur AP vorliegt. Demnach schlug Teheran für den Besuch das Wochenende 15. und 16. Januar vor. Ins Auge gefasst würden Treffen mit hochrangigen Vertretern der angesprochenen Staaten, hieß es.

Mit der Einladung will sich die iranische Regierung offenbar Unterstützung sichern, bevor die Verhandlungen mit den fünf ständigen Mitgliedern des UN-Sicherheitsrats und Deutschland fortgesetzt werden. In dem auf den 27. Dezember datierten Schreiben, das der AP am Montag zugänglich gemacht wurde, ist von einem „Besuch der iranischen Atomanlagen“ die Rede, für den sämtliche Kosten übernommen würden. Ein Gewährsmann in Wien erklärte, das Schreiben sei an Russland, China, Ägypten, Kuba, die Gruppe der Blockfreien und die Mitglieder der Arabischen Liga bei der IAEA sowie an Ungarn als derzeitige EU-Ratspräsidentschaft gerichtet.

Besucht werden sollten Buschehr und Natans, sagte der bei der IAEA akkreditierte Diplomat der AP. Außerdem seien Treffen mit dem amtierenden iranischen Außenminister Ali Salehi geplant, der außerdem Leiter der iranischen Atombehörde ist, und mit dem iranischen Chefunterhändler Saed Dschalili.

Kommentare (3)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Rechtschreibung

04.01.2011, 06:21 Uhr

warum sollte der iran auch die USA zu einer besichtigung einladen? Nur die USA haben nukleare Waffen gegen die Menschheit eingesetzt und sollten somit einen Platz auf den hintersten Reihen einnehmen, wenn es um die beurteilung anderer Nationen geht.

werner

04.01.2011, 18:33 Uhr

[1] Rechtschreibung

stimme dir absolut zu! So ein korruptes Land die USA selber solche bomben einsetzen, und immer wieder die anderen bei den Entwicklungen abhalten und bestrafen wollne, damit Sie die Nummer ein bleiben und den Rest der Welt drohen. Als würde das alles nicht reichen, mit der vorhandenen Stärke in andere Länder einmarschieren, und deren bodenschätze klauen. Sowas korruptes gibt es an keiner Stelle! Aber zum Schluss wird die Rechnung nicht aufgehen. Wenn man sich täglich Feinde ansammelt, dann kann es zum Schluss auch eng werden.

Die Attentäter von 9/11 sollen alle Saudis gewesen sein. Wie man in dem Zusammenhang mit aller Gewalt trotzdem den irak angreift, und bereits jetzt schon das ganze ÖL absaugt, ist auch fraglich. ich sag nur mach so weiter! Und du wirst dein Wunder erleben!

Meryem Azimi

05.01.2011, 10:54 Uhr

Ja, es ist richtig, dass wohl kein Land seinen erklärten Feind zu einer solchen besichtigung einladen würde - vielleicht gar israel, dass dann im Gegenzug seine Atomwaffen vorführt?
ich sehe nichts Schlechtes darin, seitens iran für Unterstützung zu werben. Schließlich ist die Urananreicherung deren unveräußerliches Recht.
http://tinyurl.com/3a6ylbh
Wenn bei den anstehenden Gesprächen wieder nur darüber diskutiert werden soll und iran seine Forderungen nach Gesprächen über weltpolitische Themen nicht durchsetzen kann, werden die Gespräche sinnlos sein.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×