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06.11.2013

06:38 Uhr

Bill de Blasios Wahlsieg

New York rückt nach links

VonNils Rüdel

Zeitenwende in New York: Bill de Blasio wurde mit großem Abstand zum neuen Bürgermeister gewählt. Der Demokrat bedient den Wunsch nach mehr sozialem Gewissen – nach 20 Jahren Wirtschaftsfreundlichkeit und Law and Order.

Bürgermeisterwahl

Demokrat de Blasio übernimmt New York

Bürgermeisterwahl: Demokrat de Blasio übernimmt New York

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New YorkEs ist ein Name, den man sich merken sollte: Bill de Blasio wird der neue Bürgermeister von New York. Mit riesigem Abstand gewann der 52-Jährige am Dienstag die Wahl in der größten Stadt der USA. Laut ersten Wahlnachbefragungen holte der linke Demokrat bis zu 73 Prozent der Stimmen, sein republikanischer Konkurrent Joe Lhota nur rund 24 Prozent. Es ist eines der deutlichsten Ergebnisse in der 8,3-Millionen-Einwohner-Metropole der vergangenen Jahrzehnte. Erstmals seit 20 Jahren bekommt New York damit bald wieder einen Bürgermeister von der Demokratischen Partei.

Und was für einen. De Blasio war mit einem Programm angetreten, das die meisten in seiner Partei inklusive Präsident Barack Obama weit links überholt. „Unsere Stadt darf niemanden zurücklassen“, sagte der Sieger am Wahlabend auf Englisch und Spanisch. Die wachsende soziale Ungleichheit will er bekämpfen, für Chancengleichheit in der Bildung sorgen, Steuern für Gutverdiener erhöhen und damit soziale Programme finanzieren. Mehr bezahlbaren Wohnraum will er schaffen, superreiche Immobilien-Investoren aus dem Ausland sind ihm suspekt.

Scharf kritisiert er auch die willkürlichen Polizeikontrollen („Stop-and-frisk“), die New York nach Ansicht ihrer Befürworter überhaupt erst so sicher gemacht haben. Selbst den weltberühmten Pferdekutschen im Central Park, die Tierschützern ein Gräuel sind, könnte der künftige Bürgermeister zu Leibe rücken. „Die New Yorker Wähler sind drauf und dran, die Occupy-Bewegung zu wählen, damit sie Amerikas größte Stadt anführt“, hatte das „Wall Street Journal“ vor der Wahl unter Verweis auf die linke Protestbewegung gewarnt.

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Es ist das Anti-Programm zum 59-jährigen Herausforderer Lhota, noch mehr aber zu Vorgänger Michael Bloomberg, der die Stadt seit zwölf Jahren anführt und nicht zum vierten Mal antreten durfte. Die Wahl war deshalb auch eine Volksabstimmung über Bloombergs Bilanz: Unter der Regentschaft des Unternehmers und Milliardärs war New York aufgeblüht – die Wirtschaft boomt, die Lebensqualität stieg, die Kriminalitätsrate sank.

Doch der Aufschwung produzierte auch viele Verlierer: die Mittelschicht, die sich die guten Gegenden nicht mehr leisten kann. Die Armen, die an den Rand gedrängt wurden. Und Minderheiten, die sich von der Polizei drangsaliert fühlen. Höchste Zeit für eine neue Politik, so die Stimmung vor der Wahl. De Blasio gelang es schließlich, der wachsenden Frustration in der Stadt eine Stimme zu geben.

Wie breit die Sehnsucht war, zeigen die Statistiken vom Wahlabend. Laut einer Umfrage von Edison Research sagten 70 Prozent der Wähler, sie möchten eine andere Politik sehen als unter Bloomberg. Und wiederum 85 Prozent dieser Wechselwilligen machten ihr Kreuz bei de Blasio. Der Demokrat holte laut Nachwahlbefragungen in fast allen Milieus mehr Stimmen als Lhota – bei Reichen und Armen, bei Frauen und Männern, bei Jungen und Alten, bei Gebildeten und weniger Gebildeten.

Kommentare (10)

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Freidenker

06.11.2013, 07:43 Uhr

Die Menschen sollten endlich mal aufhören immer mit diesem links und rechts um sich zu werfen.

Was ist denn links?? KEIN MENSCH konnte mir und anderen das bisher erklären. Diese Einteilung ist doch nur mal von Machtbesessenen Menschen erfunden. Um mit Ideologien andere zu beeinflussen.

Richtiger wäre von Menschlichkeit und Humanität zu sprechen! Die RECHTEN sind krasse machtbesessene Egoisten, ja Narzissten, die sich selber am meißten die Taschen füllen wollen. Die Nazis sind da wohl das beste Beispiel für. Sie haben aus REINER GIER UND MACHT geplündert und ermordet. Arrogant sind solche Menschen eh.

Schön das New York menschlicher und humaner werden will! Ob dies wirklich so ist, wird sich noch beweisen müssen!! Denn viele Menschen verstecken sich hinter der Floskel "links" um sich selber zu bereichern! Da muß man sich nur einmal Genossen in die Linkspartei genauer ansehen! Wer sich von fiskal schwachen Menschen (Harzt4) abwendet ist auch nicht links! Und da gibts sehr viele in einer Linkspartei!!

Ameise

06.11.2013, 08:49 Uhr

Das ist absolut fatal für New York City. NYC wird sich wieder dahin zurück entwickeln, wo es hergekommen ist. In die Zeiten, wo kein Mensch nach 20:00 pm auf die Strasse gehen konnte, weil die Gewalt, sogar in Manhattan, so hoch war, das die heute teuersten Immobilien an der upper east side, kaum verkäuflich waren. Überall Prostitution, sogar am times square damals, ein großer, verlotterter Moloch, das war NYC. Und nun will man dahin zurück. Die New Yorker müssen nicht mehr ganz bei Trost sein.

Account gelöscht!

06.11.2013, 08:57 Uhr

Ich wünsche ihm viel Glück. Ich denke die Welt geht mit ihrer Totalüberwachung und Totalbevormundung in eine falsche Richtung. Diese BevormundungsNAZIs kommen aber sowohl aus dem rechten und linken Lager, man könnte diesen Menschentypus besser einfach als ARSCHLXXH definieren als zu sagen rechts oder links. Man siehe nur Obama, das ist der größte Nazi seit 1945 - Verfolgung von Dissidenten, Totalüberwachung, Tötung von allem was sich bewegt ohne Kriegserklärung via Ferngesteuerten Maschinen.

Der neue BM von NY scheint aber ok zu sein, wenn man seine Vita checkt. Ich wünsche ihm auf jeden Fall viel Glück und hoffe das er nicht am Ende auch zur dunklen Seite der Macht konvertiert wie Obama es tat.

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