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29.11.2012

18:44 Uhr

Bill und Hillary

Die ewigen Clintons

VonNils Rüdel

Tritt sie an? Oder doch nicht? Kaum ist die US-Wahl vorbei, richten sich die Blicke auf Hillary Clinton. Denn die scheidende Außenministerin ist die Hoffnung ihrer Partei für das Rennen ums Weiße Haus 2016.

 President Bill Clinton with his wife Hillary Clinton and their daughter Chelsea, 1997 Getty Images

Alle Blicke richten sich auf Hillary Clinton - und ihre Familie.

New YorkDie Botschaft klang vertraut. „Ich hoffe“, schrieb Bill Clinton am Dienstag dieser Woche in einer E-Mail an seine Unterstützer, „dass Sie die Chance nutzen, nach New York zu kommen und den Tag mit mir zu verbringen“. Zwei Dinge müssen die Fans dafür mitbringen: Losglück und Geld. Denn eine Chance auf ein Treffen mit dem berühmten Ex-Präsidenten hat nur, wer einen Scheck für die Wahlkampagne ausstellt.

Im Sommer hatte Clinton viele solcher Mails verschicken lassen, um Spenden für seinen Parteifreund Barack Obama zu sammeln. Der Aufruf in dieser Woche aber soll einer Person zu Gute kommen, die Clinton noch viel leidenschaftlicher unterstützt als seinen Nachnachfolger: seiner Ehefrau Hillary, der scheidenden Außenministerin.

Es geht um ihre gescheiterte Kandidatur zum Präsidentenamt im Jahr 2008, von der noch Schulden übriggeblieben sind. Während Hillary Rodham Clinton in den vergangenen vier Jahren als oberste Diplomatin Amerikas in der Weltgeschichte unterwegs war, kümmerte sich Bill darum. Das schillerndste Ehepaar der US-Politik ergänzt sich scheinbar so perfekt wie eh und je.

Und so beflügelte der Spendenaufruf vom Dienstag sogleich die Phantasie der US-Medien: War Bills E-Mail der Auftakt für die erneute Kandidatur seiner Frau bei den Präsidentschaftswahlen 2016? Ob Hillary antreten wird oder nicht, gehört schon lange zu den heißesten Spekulationen im Washingtoner Politikzirkus. Immerhin wird sie in den kommenden Wochen ihr Amt als Außenministerin abgeben. Dann hätte sie Zeit, ihre Kampagne vorzubereiten.

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Das Paar trägt zu den Spekulationen – gewollt oder ungewollt – kräftig bei, weil es bei der Kandidatur-Frage stets vage bleibt. „Wie auch immer sie sich entscheidet, ich werde sie unterstützen“, ist so ein Satz des Ex-Präsidenten, der Rätsel aufgibt. Und Hillary selbst sagt gerne, sie wolle nach all den Jahren in der Politik erst einmal „herausfinden, wie erschöpft ich bin“. Alle Türen bleiben offen.

Kommentare (9)

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Schlesier

29.11.2012, 19:09 Uhr

Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

Historicus

29.11.2012, 19:32 Uhr

Alle Anzeichen deuten doch darauf hin, dass Hilary Clinton politisch verbraucht ist. Sie versucht jetzt den politischen Absprung, um nicht einfach bei passender Gelegenheit entlassen zu werden. Mit der Annahme des Außenministeriums hat Sie ihre politische Niederlage perfekt gemacht, indem sie den angebotenen Trostpreis akzeptierte. Besser das, als gar nichts, hat sie sich gesagt. Ihr Mann ist immer noch eine der mächtigsten Männer Amerikas. Aber als Kandidatin ist sie einfach zu sehr "alte" dogmatische 60er-Jahre Linke. Das ist politisch nicht mehr auf der Höhe der Zeit. Sie hat nicht zufällig gegen Obama verloren. Nicht zu vergessen, sie ist nicht nur frigide, sie wirkt auch so. Das hat ihr im Wahlkampf vor 4 Jahren den Rest gegeben. Es gab sogar eune South Park Folge nur zu diesem Thema (The Snuke). In Deutschland stört sich niemand an einer unattraktiven, kinderlosen, profillosen und rhetorisch katastrophalen Kanzlerin.In den USA hat eine solche politisch-gesellschaftliche Inkompetenz Folgen.

Havocian

29.11.2012, 23:23 Uhr

Bei allem Respekt für die bisherige Lebensleistung von Außenministerin Hillary Clinton, die Amerikaner haben schon bei Senator McCains Alter seine Amtsfähigkeit angezweifelt. Mrs. Clnton wird bereits nahe 70 sein, wenn sie Präsidentin würde. Eher gibt's einen afro-amerikanischen Republikaner auf dem Thron.

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