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29.10.2013

02:55 Uhr

Billige Impfstoffe

Brasilien plant Medizin-Exporte in arme Länder

Brasilien will für arme Länder billige Impfstoffe gegen Masern und Röteln produzieren. Ab 2017 sollen 30 Millionen Dosen exportiert werden. Finanzielle Unterstützung kommt von einer renommierten Stiftung.

Brasiliens Gesundheitsminister Alexandre Padilha kündigte die Produktion von billigen Impfstoffen für arme Länder. Reuters

Brasiliens Gesundheitsminister Alexandre Padilha kündigte die Produktion von billigen Impfstoffen für arme Länder.

Rio de JaneiroBrasiliens Regierung hat die Produktion von Impfstoffen gegen Masern und Röteln zu Billigpreisen angekündigt. Von 2017 an sollen insgesamt 30 Millionen Dosen des Doppelimpfstoffes vor allem nach Afrika aber auch nach Asien und Lateinamerika exportiert werden, wie Gesundheitsminister Alexandre Padilha am Montag (Ortszeit) in Rio de Janeiro ankündigte.

Dazu werde das Ministerium 1,6 Milliarden Reais (rd. 530 Millionen Euro) für den Bau einer Fabrik in Santa Cruz im Westen Rios bereit stellen. Das Projekt wird in Partnerschaft mit der Bill & Melinda-Gates-Stiftung umgesetzt, die 1,1 Millionen US-Dollar für Forschung und klinische Entwicklung spende. Die Dosen würden dann von der Stiftung gekauft und an die ärmsten Länder weitergegeben.

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Die Impfstoff-Dosis soll laut Padilha zum weltweit niedrigsten Preis von 0,54 US-Cent (39 Euro-Cent) abgegeben werden. Die Produktion liegt beim Immunbiologischen Institut Bio-Manguinhos der öffentlichen Stiftung „Fundación Instituto Oswaldo Cruz“ (Fiocruz). In Brasilien sind Masern und Röteln sei 2000 beziehungsweise 2009 ausgerottet.

Von

dpa

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