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25.03.2012

19:57 Uhr

Birma

Suu Kyi muss Wahlkampf unterbrechen

Das Militärregime in Birma hat sich zu demokratischen Reformen bekannt und will Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi als mögliche Ministerin akzeptieren. Probleme bereiten der einstigen Staatsfeindin nun jedoch der eigene Körper.

Hofft auf den demokratischen Wandel in ihrem Heimatland Birma: Friedensnobelpreisträgerin und Oppositionsführerin Aung San Suu Kyi. AFP

Hofft auf den demokratischen Wandel in ihrem Heimatland Birma: Friedensnobelpreisträgerin und Oppositionsführerin Aung San Suu Kyi.

RangunDie Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi hat eine Woche vor einer wichtigen Abstimmung über vakante Parlamentssitze ihre Wahlkampftour durch Birma wegen Erschöpfung unterbrochen. Die 66-Jährige leide an Reisekrankheit und habe sich mehrfach übergeben müssen, sagte ihr Sicherheitsberater am Sonntag. Die Oppositionsführerin benötige dringend Ruhe. Eine vorgesehene Reise in vier Wahlkreise wurde kurzfristig abgesagt.

Suu Kyi tritt für die Nationale Liga für Demokratie am 1. April bei der Nachwahl an. Dabei geht es um 45 unbesetzte Parlamentssitze. Die eigentliche Parlamentswahl hatte die NLD 2010 noch aus Protest gegen die Militärjunta boykottiert. Die
gegenwärtige zivile Regierung des weitgehend isolierten Landes, das von der Militärjunta in Myanmar umbenannt wurde, hat einen Übergang zur Demokratie versprochen. Die Nachwahl wird daher international mit großem Interesse verfolgt. Es gilt als ziemlich sicher, dass die prominente Suu Kyi, die von der Junta bis 2010 anderthalb Jahrzehnte unter Hausarrest gehalten wurde, in ihrem Wahlkreis gewinnen wird. Der Ausgang in anderen Gebieten ist aber völlig offen.

Ursprünglich sollte in 48 Bezirken gewählt werden. Doch in drei davon sagte die Wahlkommission am Freitag aus Sicherheitsgründen die Abstimmung ab.

Von

rtr

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