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19.01.2008

11:36 Uhr

Bis zu 30 Jahre Haft drohen

Fujimori des versuchten Mordes an Garcia beschuldigt

Der frühere peruanische Präsident Alberto Fujimori (1990-2000) ist vom Ministerpräsidenten des Andenlandes, Jorge del Castillo, beschuldigt worden, die Ermordung des heutigen Präsidenten Alan García angeordnet zu haben.

Fujimori muss in Peru mit einer langen Haftstrafe rechnen. Foto: dpa

Fujimori muss in Peru mit einer langen Haftstrafe rechnen. Foto: dpa

HB LIMA. Während des Putsches von Fujimori am 5. April 1992 seien Militärs in das Haus von García eingedrungen, um ihn zu töten, sagte Del Castillo am Freitag als Zeuge im Strafprozess gegen Fujimori in Lima. „García sollte physisch eliminiert werden“, sagte er. García entkam damals über die Dächer und ging ins Exil, aber Del Castillo wurde von Soldaten aus dem Haus verschleppt und fünf Tage festgehalten.

Er habe gedacht, er werde umgebracht, sagte der Ministerpräsident. „Ich wurde gefangen genommen und geschlagen, mir wurden die Augen verbunden, und unter ständigen Beleidigungen und Schlägen wurde ich in eine Kaserne gebracht, während man mir ein Waffe an den Kopf hielt“, sagte Del Castillo vor Gericht. Fujimori wird wegen zwei Massakern mit insgesamt 25 Toten und zwei Entführungsfällen der Prozess gemacht. Ihm drohen bis zu 30 Jahre Haft.

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