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28.04.2013

21:15 Uhr

„Bittere Jahre“

Irans Expräsident greift Ahmadinedschad an

Der ehemalige iranische Präsident Akbar Haschemi Rafsandschani hat seinem Nachfolger Mahmud Ahmadinedschad kein gutes Zeugnis ausgestellt. Er kritisierte seine Innen- und Außenpolitik mit scharfen Tönen.

Irans Ex-Präsident Akbar Haschemi Rafsandschani hat nach Ablauf seiner achtjährigen Amtszeit (1989-1997) kaum an Einfluss verloren. dpa

Irans Ex-Präsident Akbar Haschemi Rafsandschani hat nach Ablauf seiner achtjährigen Amtszeit (1989-1997) kaum an Einfluss verloren.

TeheranSieben Wochen vor der Präsidentenwahl im Iran hat der frühere Präsident Akbar Haschemi Rafsandschani seinen Nachfolger Mahmud Ahmadinedschad scharf angegriffen. Der Iran habe unter dessen Führung „bittere Jahre“ erlebt, sagte Rafsandschani am Sonntag laut Nachrichtenagentur Mahr.

„Die Politik der Regierung Ahmadinedschad in den letzten acht Jahren war es, qualifizierte und glanzvolle Politiker entweder ins Abseits zu schicken oder unter Hausarrest zu stellen.“ Unter Hausarrest stehen seit Februar 2011 der ehemalige Ministerpräsident Mir Hussein Mussawi und Ex-Parlamentspräsident Mehdi Karrubi.

Rafsandschani kritisierte auch Ahmadinedschads Außenpolitik. „UN-Resolutionen als Papierschnipsel zu bezeichnen hat definitiv gravierende Konsequenzen und hohe politische Kosten für das Land“, so der moderate Geistliche. Auch mit Erzfeind Israel wolle man keinen Krieg, sagte Rafsandschani. Er bezog sich auf die anti-israelische Rhetorik Ahmadinedschads, die seit Jahren international verurteilt wird.

Rafsandschani hat nach eigenen Angaben noch nicht entschieden, ob er an der Präsidentenwahl am 14. Juni teilnehmen wird. „Nicht dass ich mich festgelegt habe – aber meiner Meinung nach braucht das Land keinen 80-jährigen alten Mann als Präsidenten“, sagte der heute 78-Jährige. Ahmadinedschad darf nicht für eine weitere Amtszeit kandidieren.

Von

dpa

Kommentare (2)

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Kamich

29.04.2013, 19:10 Uhr

Na, das ist ja fast wie im deutschen Parlament. Links gegen konservativ, und wenn Wahlkampf ist wird abgerechnet. Bei uns wird auch die eigene Vergangenheit (polit.Leistung) glorifiziert und der Gegner madig gemacht. Vermutlich hat Rafsandschani recht damit : obwohl Iran boomt könnte es mit einer moderateren /diplomatischeren Führung noch deutlich besser vorankommen. Konservative wie Ahmadinedschad müssen oft beweisen dass sie sich durchsetzen. Wir werden ja sehen wer bzw. was in 1,5 Monaten gewählt wird. Hoffentlich hat man im Westen noch etwas Geduld und dämpft das eigene offensive Auftreten, sonst leistet man Wahlkampfhilfe für Hardliner ... .

Account gelöscht!

01.05.2013, 13:37 Uhr

Das werden die Deppen schon so machen und den konservativen Wahlkampfhilfe leisten. Man braucht doch ein Feindbild. Und was könnten wir mit dem Iran doch so gute Geschäfte machen. Warum müssen wir uns den in diesem Fall was von Israel vorschreiben lassen?

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