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27.08.2012

19:14 Uhr

Blutiger Konflikt

Frankreich würde Übergangsregierung in Syrien anerkennen

Nach Angaben von Frankreichs Präsident Hollande arbeitet Paris an künftigen Sicherheitszonen in Syrien. Der Staatschef warnt Assad vor dem Einsatz von Chemiewaffen - und drängt die Opposition zu einer Übergangsregierung.

Hollande: Paris wird eine syrische Übergangregierung anerkennen. AFP

Hollande: Paris wird eine syrische Übergangregierung anerkennen.

ParisFrankreich arbeitet nach Angaben von Präsident François Hollande zusammen mit anderen Staaten an Plänen für eine mögliche Einrichtung von Sicherheitszonen in Syrien vor. Sein Land „arbeite“ nach einem entsprechenden Vorschlag der Türkei gemeinsam mit seinen „engsten Partnern“ an diesen Plänen, sagte Hollande am Montag bei einem Treffen der französischen Botschafter in Paris. Hollande rief zugleich die syrische Opposition dazu auf, rasch eine Übergangsregierung zu bilden. Frankreich werde diese umgehend anerkennen.

Der türkische Außenminister Ahmed Davutoglu hatte in der vergangenen Woche gesagt, sein Land könne nicht mehr als 100.000 syrische Flüchtlinge aufnehmen. Sollte die Flüchtlingszahl weiter ansteigen, müssten die Vereinten Nationen Flüchtlingslager auf syrischem Territorium erreichten. Im Zusammenhang mit der Errichtung von Sicherheitszonen war auch immer wieder die Errichtung von Flugverbotszonen über Syrien im Gespräch.

In seiner Rede warnte Hollande Syriens Machthaber Baschar al-Assad auch vor dem Einsatz von Chemiewaffen. Ein solcher Einsatz wäre ein „legitimer Grund“ für eine militärische Intervention des Auslandes. Vor einer Woche hatte bereits US-Präsident Barack Obama mit einem militärischen Eingreifen gedroht, sollte die syrische Führung chemische oder biologische Waffen einsetzen.

Der blutige Konflikt zwischen der syrischen Opposition und Assads Führung dauert seit Mitte März 2011 an. Syrien soll über Nervengas und biologische Kampfstoffe verfügen. Die Führung in Damaskus hatte Ende Juli erklärt, Chemiewaffen im Fall eines Angriffs aus dem Ausland einsetzen zu wollen, nicht aber gegen die eigene Bevölkerung.

Von

afp

Kommentare (1)

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Thomas-Melber-Stuttgart

27.08.2012, 19:48 Uhr

Herr Hollande sollte sich lieber um seine Vorstädte kümmern. Davon ab war das französische Engagement in Libyen schon jämmerlich genug.

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