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04.11.2014

12:27 Uhr

BND warnt weiter vor IS

Eine „enorme menschenverachtende Brutalität“

Der Bundesnachrichtendienst stuft die Miliz Islamischer Staat (IS) als gefährlichste Terror-Organisation der Welt ein. Der IS habe mehr Geld und mehr Waffen und sei besser organisiert als andere Terror-Netzwerke.

Das Bild zeigt Kämpfer des IS, die gerade die schwarze Fahne auf einem Hügel bei Kobane gehisst haben. dpa

Das Bild zeigt Kämpfer des IS, die gerade die schwarze Fahne auf einem Hügel bei Kobane gehisst haben.

BerlinDie Terrormiliz Islamischer Staat (IS) ist nach Einschätzung des Bundesnachrichtendienstes (BND) die weltweit gefährlichste Terrororganisation – noch vor dem Netzwerk Al Kaida. „Wir wissen, dass der Islamische Staat die derzeit vermögendste, bestorganisierte und bestbewaffnete terroristische Organisation ist“, warnte BND-Präsident Gerhard Schindler in einer Rede bei einem Geheimdienst-Kongress in Berlin.

Der IS „beherrscht und nutzt die ganze Klaviatur des Terrors, von klassischen Terroranschlägen bis hin zu großangelegten, perfekt durchgeplanten militärischen Operationen“.

Was den im Irak und in Syrien operierenden IS von anderen Terrororganisationen unterscheide, „ist die enorme menschenverachtende Brutalität seines Vorgehens“, sagte Schindler. Der IS nehme grundsätzlich keine Gefangene, sondern ermorde seine Gegner. Massenhinrichtungen seien an der Tagesordnung, es fänden öffentliche Kreuzigungen und Steinigungen statt.

Gefangene Jesidinnen und Christinnen würden „im großen Stil mit Kämpfern des Islamischen Staates zwangsverheiratet oder als Sklavinnen gehalten“, berichtete Schindler. Dreizehn- bis Vierzehnjährige würden als Kindersoldaten in Gefechten eingesetzt.

In Zusammenarbeit mit internationalen Partnerdiensten arbeite der BND daran, belastbare Erkenntisse besonders zu den aus Deutschland stammenden IS-Kämpfern zusammenzutragen.

Von

dpa

Kommentare (2)

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Lars Werner

04.11.2014, 20:23 Uhr

Sämtliche Imane dieser Welt lehnen dieses Kunstprodukt "islamischer Staat" ab. Dass diese Mörderbande irgendetwas mit dem Islam zu tun hat, glauben doch nur die Naiven. Das sieht eher nach einer US-Kampagne aus und wegen der Mittel "shock and awe". Das schreit nach der CIA.

Herr Eric Boule

06.11.2014, 12:19 Uhr

Ich sehe das grosse Problem i/d deutschen Politik.Seitdem diese Politiker i/d Nato beschlossen haben zum Ueberfall auf den syrischen Staat+anschliessend die syrische Regierung als Barbaren definiert haben welche so schnell wie moeglich vernichtet werden muessen,ist eine gefaehliche Atmosphaere kreiert.Statt einen direkten Angriff auf Syrien wurde alles ueber Tuerkei+Jordanien abgewickelt,also unsichtbar fuer das deutsche Publikum.Arabische Einwohner in Deutschland fuehlten sich natuerlich angesprochen+haben ueber Internet weitere Informationen bekommen.Die EU bekam fuer diese Politik in 2012 den FriedensNobelPreis.Die deutsche Politik hat ihr eigenes Problem verursacht+muss jetzt damit fertig werden.Die Lehre aus dieser Geschichte lautet die Nato aendern von einer agressiven Organisation in eine defensive,nur fuer europaeische Teilnehmer damit nur EU-Interessen vertreten werden koennen

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