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12.08.2011

07:09 Uhr

Börsenpanik

China greift in der Schuldenkrise an

Europas Staaten müssen mehr gegen die Schuldenkrise tun, sagt ein hohes chinesisches Regierungsmitglied. Zudem könnte das Land nach dem Kurssturz auf Einkaufstour gehen. Angriffsziel: deutsche Firmen.

China könnte den Börsencrash für eine Einkaufstour in Deutschland nutzen. Quelle: W. Schuering/WirtschaftsWoche

China könnte den Börsencrash für eine Einkaufstour in Deutschland nutzen.

Manado/BerlinChina hat die europäischen Staaten aufgerufen, die Schuldenkrise energischer zu bekämpfen. Er sei besorgt über die neuen Herausforderungen, denen sich die europäischen Staaten in den kommenden Monaten gegenübersähen, sagte der chinesische Handelsminister Chen Deming am Freitag bei einer Konferenz der Asean-Staaten in Indonesien. China hoffe, dass die betroffenen Staaten eine größere Verantwortung zeigten, um ihre Schuldenkrise in den Griff zu bekommen, appellierte der Minister.

Der Börsenabsturz macht China nervös, doch das Land könnte selbst davon massiv profitieren: Der Chef des Kölner Instituts der deutschen Wirtschaft (IW), Michael Hüther, erwartet nach den starken Kursabschlägen an der Börsen in den vergangenen Wochen verstärkte Investitionen chinesischer Staatsfonds in deutsche Firmen.

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„China hat hohe Devisenüberschüsse. Das Land nutzt die günstigen Kurse, um bei uns auf Einkaufstour zu gehen“, sagte Hüther der „Bild“-Zeitung. China sei vor allem auf der Suche nach Alternativen zu US-Staatsanleihen.  

Auch der Leiter der Abteilung Kapitalmarktanalyse der Baader Bank, Robert Halver, erwartet nach eigenen Worten ein stark wachsendes Engagement chinesischer Investoren in Deutschland. „Die Chinesen machen das mustergültig. Sie wollen in gute Firmen einsteigen und nutzen die aktuelle Marktschwäche für Zukäufe aus“, sagte er "Bild".

Besonders interessant seien Hersteller von Industriegütern sowie Maschinenbauer und Chemiefirmen. Am Donnerstag hatte der weltgrößte Rückversicherer Münchener Rück bekanntgegeben, dass die Investmenttochter der chinesischen Zentralbank People's Bank of China nun mehr als drei Prozent der Stimmrechte an dem Unternehmen hält.

Von

rtr

Kommentare (19)

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AAA

12.08.2011, 07:45 Uhr

China sei vor allem auf der Suche nach Alternativen zu US-Staatsanleihen.

China hat ein Problem , Dollar runter ,Renminbi 人民幣 / 人民币 rauf . Sparbuch weg .

omegalicht

12.08.2011, 07:46 Uhr

Die feudalen Turbokapitalisten in China werden weiterhin deutsche Firmen kaufen.
Die Eigner oder Aktionäre sollten sich genau überlegen, ob dieses Vorgehen für die deutsche Wirtschaft gut ist.
Bleibt die Frage - gibt es eine Verantwortung oder gesellsch.Gewissen in den Chefetagen der deutschen Industrie - ?
Bis jetzt habe ich nur die blanke Gier gesehen.
Sollte diese kranke Handlungsweisen so weitergehen, dann sehe ich schwarz für die entw. Industriestaaten.
Ein Trost bleibt, ... auch die Wirtschafts und Politik-Bosse nebst Familien, werden dann im Chaos landen.

Sina

12.08.2011, 08:23 Uhr

EURASIA rückt in greifbare Nähe! Gemeinsam mit China kann Europa die wirtschaftlichen Angriffe Amerikas sicher abwehren. Und in der Frage der Menschenrechte gleicht sich Europa immer mehr den chinesischen Verhältnissen an, also kein Problem.

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