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21.01.2015

14:34 Uhr

Boko Haram

Deutsche Geisel nach sechs Monaten frei

Sechs Monate hielt die Terrororganisation Boko Haram einen Deutschen in ihrer Gewalt. Eine Spezialeinheit konnte den Mann nun befreien. Nigeria bleibt trotz der Sicherheitsrisiken für deutsche Unternehmen interessant.

Kämpfer der islamistischen Terrorgruppe Boko Haram: In der Mitte ist der Chef der Gruppe, Abubakar Shekau, zu sehen. AFP

Kämpfer der islamistischen Terrorgruppe Boko Haram: In der Mitte ist der Chef der Gruppe, Abubakar Shekau, zu sehen.

Jaunde/BerlinDie kamerunischen Streitkräfte haben einen seit rund sechs Monaten von der islamistischen Terrororganisation Boko Haram als Geisel gehaltenen Deutschen befreit. Der im vergangenen Juli in Nigeria entführte Mann sei beim Einsatz einer Spezialeinheit in Sicherheit gebracht worden, teilte Kameruns Staatschef Paul Biya am Mittwoch mit. Das Auswärtige Amt in Berlin bestätigte, dass der Deutsche inzwischen in Jaunde, der Hauptstadt des westafrikanischen Landes, in Sicherheit ist.

Kameruns Staatschef Biya begrüßte das „Happy End“ und dankte allen, die zur Befreiung beigetragen hätten, insbesondere auch der deutschen Bundesregierung. Details blieben jedoch zunächst unklar. Der Präsident teilte nicht mit, wo und wie die Geisel befreit wurde. Ein Sprecher des Auswärtigen Amts sagte auf die Frage nach dem Gesundheitszustand des Deutschen: „Ich vermute, dass es dem Mann den Umständen entsprechend gut geht.“

Offenbar handelt es sich um einen deutscher Lehrer, der im Juli im Nordosten Nigerias von Boko Haram verschleppt worden war. Der Deutsche leitete in Gombe im Bundesstaat Adamawa ein Berufsbildungszentrum. Nach der Entführung hatte der Anführer der Terrorgruppe, Abubakar Shekau, in einer Videobotschaft gedroht, den Deutschen zu töten.

Kamerun hat in dem Gebiet bereits in der Vergangenheit die Befreiung ausländischer Geiseln erreicht. Im Oktober kamen nach Bemühungen Jaundes zehn seit Mai verschleppte Chinesen frei.

Im Oktober hatten Bewaffnete in Nigeria einen deutschen Mitarbeiter der Baufirma Julius Berger entführt. Dieser kam nach rund einer Woche wieder frei. Ob ein Lösegeld gezahlt worden war, blieb unklar. Ein weiterer Deutscher, der für einen Subunternehmer von Berger arbeitete, wurde bei der Entführung jedoch erschossen. Trotz der Sicherheitsrisiken vor allem im Norden des Landes bleibt das ölreiche Nigeria als größte Volkswirtschaft des Kontinents für deutsche Unternehmen interessant.

Boko Haram terrorisiert den Nordosten Nigerias mit Attentaten und Angriffen auf die Zivilbevölkerung. Schätzungen zufolge sind dabei seit 2009 mehr als 15 000 Menschen getötet worden. Die Gruppe will im Nordosten Nigerias und in den angrenzenden Gebieten Kameruns und des Tschad einen sogenannten Gottesstaat mit strikter islamischer Gesetzgebung errichten.

Von

dpa

Kommentare (1)

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Herr Wolfgang Trantow

22.01.2015, 16:27 Uhr

Wieviel zahlte Frau Merkel als Islamunterstützerin?
PS.: Für den Betroffenen freut es mich.

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