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26.08.2011

15:45 Uhr

Bombenexplosion

Terroranschlag auf Uno-Büro in Nigeria

Ein Terroranschlag hat das Uno-Büro in der nigerianischen Hauptstadt Abuja erschüttert. Ein Teil des Gebäudes, in dem rund 400 Angestellte arbeiten, soll eingestürzt sein. Mindestens 16 Tote sind zu beklagen.

Bombenexposion in UN-Gebäude in Nigeria

Video: Bombenexposion in UN-Gebäude in Nigeria

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AbujaBei einem Bombenanschlag auf ein UN-Gebäude in Nigerias Hauptstadt Abuja sind nach lokalen Berichten mindestens 16 Menschen getötet und etwa 60 verletzt worden. „Ich habe viele Tote gesehen“, sagte der Unicef-Mitarbeiter Michael Ocilaje am Freitag der Nachrichtenagentur dpa. Zunächst bekannte sich niemand zu der Bluttat. In der Vergangenheit hatten radikale Islamisten wiederholt tödliche Anschläge im bevölkerungsreichsten Land Afrikas verübt.

Eine Reporterin der BBC sagte, viele der Verletzten seien in kritischem Zustand. Krankenhäuser forderten die Bevölkerung zu Blutspenden auf. Die nigerianische Regierung sprach von einem „Anschlag auf die internationale Gemeinschaft“. In dem Gebäude sind zahlreiche Diplomaten und andere Ausländer tätig. Zum Tatzeitpunkt gegen 11.00 Uhr Ortszeit hielten sich mehrere hundert Menschen in dem Gebäudekomplex auf. Nach Augenzeugenberichten hatte ein Attentäter ein Auto oder einen Lastwagen mit einer Bombe auf das UN-Gelände gelenkt und das Gebäude gerammt. Es war aber unklar, wie der Mann die bewachten Sicherheitstore überwinden konnte.

Blutiger Terror in Nigeria

4. Juli 2011

Bei einem Anschlag auf einen Biergarten in Maiduguri im Nordosten Nigerias werden mindestens fünf Menschen getötet. Nach Angaben des Senders Al-Dschasira explodiert der Sprengsatz in einem hauptsächlich von Soldaten und Polizisten besuchten Lokal. Ein Woche zuvor waren bei einem ähnlichen Anschlag in Maiduguri 25 Kneipen-Besucher erschossen worden. Behörden gehen von Angriffen der radikalislamischen Sekte Boko Haram aus, die jeden westlichen Lebensstil ablehnt - auch das Trinken von Alkohol.

26. Juni 2011

Bei einem Anschlag von Islamisten auf Bierlokale in Maiduguri kommen mindestens 25 Menschen ums Leben. Wieder sollen die Täter Boko-Haram-Kämpfer sein.

16. Juni 2011

Bei einem Selbstmordanschlag auf das Hauptquartier der nigerianischen Polizei sterben mindestens zwei Menschen. Wenige Stunden später explodiert ein weiterer Sprengkörper nahe einer Kirche in Damboa im Nordosten Nigerias. Nach Polizeiangaben werden vier Kinder getötet. Wie die Zeitung „Vanguard“ berichtet, übernimmt Boko Haram die Verantwortung für den Anschlag.

8. Juni 2011

In Maiduguri greifen Anhänger von Boko Haram eine katholische Kirche an. Wie die „Daily Sun“ berichtet, sterben dabei fünf Menschen.

30. Mai 2011

Wenige Stunden nach der Amtseinführung von Präsident Goodluck Jonathan werden bei einem Bombenanschlag im Norden Nigerias mindestens zehn Menschen getötet. Nigerianische Medien berichten, der Sprengkörper sei in einer Kneipe auf einem Kasernengelände in der Stadt Bauchi explodiert.

1. Januar 2011

Bei Sprengstoffexplosionen werden in der Neujahrsnacht mindestens elf Menschen getötet. Für die Anschläge in einer Kirche und auf einem Kasernengelände stehen muslimische Extremisten im Verdacht.

Dezember 2010

Bei blutigen Angriffe auf Christen in Nigeria sterben an Heiligabend mindestens 80 Menschen. In und um die Stadt Jos im Zentrum des Landes explodieren mehrere Bomben. Dutzende Angreifer attackieren eine Kirche in Maiduguri. Am 26. Dezember gehen erneut mehrere Häuser in Flammen auf. In Jos kommt es nach den Explosionen zu Zusammenstößen.

Laut BBC wurde durch die Explosion das Erdgeschoss des Gebäudes völlig zerstört. Auch das erste Stockwerk sei schwer beschädigt. Alle Fensterscheiben seien zerborsten. Zahlreiche Rettungskräfte waren demnach dabei, Menschen zu bergen. Das Gebäude wurde vollständig evakuiert. Nach ersten Erkenntnissen des Auswärtigen Amtes gab es keine deutschen Opfer. „Wir haben bislang keine entsprechenden Hinweise“, sagte eine Sprecherin des Außenministeriums in Berlin. Die deutsche Botschaft sei aber „mit Hochdruck“ beschäftigt, weitere Informationen zu sammeln.

Über die näheren Umstände und Hintergründe des Anschlags wurde zunächst nichts bekannt. In der Vergangenheit hatte die radikal-islamistische Gruppe Boko Haram mehrere Terroranschläge in Nigeria verübt. Erst zum Jahresbeginn 2011 waren bei einer Serie von Anschlägen in Abuja etwa 30 Menschen ermordet worden. Mitglieder der Boko Haram verübten zudem in mehreren Städten Anschläge auf Polizeistationen. In den vergangenen Jahren hatten vor allem Gewaltausbrüche zwischen Muslimen und Christen Hunderte Tote gefordert. Christen und Muslime stellen jeweils die Hälfte der Bevölkerung.

Kommentare (2)

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Paradigma

26.08.2011, 14:24 Uhr

Offenbar gehen die Spiele um die Rohstoffe weiter, um das Finanzsystem zu stützen. Menschenleben haben da noch nie eine Rolle gespielt. Ich hoffe, dass langsam auch die Mainstreamer aufwachen.
Bis jetzt trauen sich nur Wenige an die echten Lösungen heran,wie das Institut Wissensmanufaktur.net es seit Jahren tut.

lowabras

26.08.2011, 22:02 Uhr

Neiiiiin, keine Ahnung, über die Gründe. Wie kann jemand das Gebäude eines humanen Hilfswerkes in die Luft jagen wollen? Undenkbar, dass jemand auf die Idee kommen könnte.
Wieso gerade die Nato, nein! Ist es doch die friedlichste Organisation auf diesem Planeten und darüber hinaus! Was sind das für Verbrecher, die sowas tun. Niemals ist durch die Nato jemand ums Leben gekommen und jetzt ausgerechnet Die!
Das gehört gesühnt aber wie! Ich denke es wäre das Beste den ganzen moslemisch geprägten Staaaten die humae Hilfe der UNO angedeihen zu lassen, nicht nur Lybien, Syrien und anderen Ölländern, sondern auch nun denen die zwar kein Öl besitzen aber Grund und Boden, denn die Lebensmittel werden immer knapper (gehalten), denn auch die NATO sorgt mit ihren humaitären Maßnahmen rud um die Welt dafür, dass die Ernten auf den Feldern, nein nicht verrotten, sondern in n atürlichen Dünger verwandelt werden. Mist nur, dass das gerade gegen die geht, die die NATO finanzieren, wie z.B. Monsanto & Co!
Also die NATO ist immer der BUHmann, egal was sie auch tut und sie will doch immer nur das Beste, nicht wahr?

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