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16.09.2012

20:02 Uhr

Botschafter getötet

Anschlag auf US-Konsulat in Libyen war Terrorakt

Der tödliche Anschlag auf das US-Konsulat in Bengasi geht nach Ansicht des libyschen Parlamentspräsidenten auf das Terrornetzwerk Al-Kaida zurück. Bei dem Anschlag war ein US-Botschafter ums Leben gekommen.

Wütende Anti-US-Demonstranten versammeln sich in Bengasi. dapd

Wütende Anti-US-Demonstranten versammeln sich in Bengasi.

BengasiDie Attacke, bei der vergangene Woche unter anderem US-Botschafter Chris Stevens ums Leben gekommen war, sei lange im Voraus geplant gewesen, sagte Parlamentspräsident Mohammed al-Magarief in einem am Sonntag veröffentlichten Interview des amerikanischen Rundfunksenders NPR weiter. „Der Gedanke, dass diese kriminelle und feige Tat ein spontaner Protest war, der einfach außer Kontrolle geriet, ist völlig unbegründet und unsinnig“, sagte Magarief laut Vorabauszügen, die im Internet veröffentlicht wurden.

Die US-Regierung hatte am Freitag mitgeteilt, bisher keine Hinweise darauf zu haben, dass es sich um einen vorausgeplanten Anschlag handelte. Sicherheitspolitiker beider Parteien im US-Kongress dagegen halten einen Terrorangriff nach eigener Aussage für möglich. Laut Magarief gebe es Beweise für die Verwicklung der regierungsfeindlichen Miliz mit dem Namen Ansar al-Scharia in den Überfall, heißt es bei NPR. Sie habe Verbindungen zur Terrorgruppe Al-Kaida. Deren Unterstützer seien nach dem Sturz von Muammar al-Gaddafi ins Land gekommen, um das Machtvakuum im Land für sich zu nutzen.

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Ein islamfeindlicher Film hat in vielen arabischen Ländern zu wütenden Protesten gegen Auslandsvertretungen der USA und anderer Länder geführt - so auch in Libyen. In der libyschen Stadt Bengasi sind der US-Botschafter Chris Stevens und drei weitere Botschaftsangehörige bei einem Raketenangriff ums Leben gekommen. „Ich verurteile die empörenden Attacken auf unsere diplomatische Einrichtung auf das Schärfste“, hieß es von Präsident Obama in einer schriftlichen Erklärung des Weißen Hauses.

Als Reaktion auf den Angriff schickte das Pentagon Marineinfanteristen nach Bengasi. Sie sollen nach dem tödlichen Angriff auf das US-Konsulat den Schutz der Diplomaten gewährleisten.

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Von

dpa

Kommentare (4)

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Account gelöscht!

16.09.2012, 21:42 Uhr

Focus.de:
"Ausschreitungen von Muslimen befürchtet -
Deutschland verwehrt US-Hassprediger Terry Jones die Einreise"

Was Moslems lernen sollten ist, Kritik, Humor, Satire zu ertragen. Man muss es ja nicht so provokant vorbringen, wie Terry Jones. Ich würde ihn auch nicht als "Hass-Prediger" bezeichnen. Pro-Deutschland ist auch keine Islam-Hass-Organisation.

Nein, es gilt, die Moslems selbst auf ihre reformwürdigen Seiten aufmerksam zu machen und sie nicht auszublenden aus Feigheit oder Bereitschaft zum Wegschauen und Übertoleranz.

Nein, eine Religion, die Liebe hat, kann auch Kritik ertragen. Sie will nicht nur Macht haben über andere und Anders-Gläubige ausgrenzen. Sie lernt dazu. Sie mildert sich ab. Sie hört auf zu unterdrücken, vor allem die Frauen. Darauf wartet die Welt. Der Papst hat im Libanon erste Zeichen der Liebe gesäht. Einen mutigen Papst haben wir !

kauderwelsch

17.09.2012, 05:44 Uhr

die alte leier,gods own country kann nur mit abgefeimter von langer hand mit kaltem herz geplanter heimtücke überrascht werden.

die usa und ein großteil ihrer eliten glauben immer noch an ihre von gott gegebene überlegenheit und stümpern machtpolitisch-irak,a... etc- und oekonomisch-sautreiberschulden-vor sich hin.

hauptsache die bundeserika glaubt auch noch dran und übt schulterschluß ,kann uns allen ja nur schaden.

Account gelöscht!

17.09.2012, 06:16 Uhr

"Nein, es gilt, die Moslems selbst auf ihre reformwürdigen Seiten aufmerksam zu machen und sie nicht auszublenden aus Feigheit oder Bereitschaft zum Wegschauen und Übertoleranz."

Hm, ich denke eher man sollte den Fritzen suchen der das übersetzt hat. Das geschah ja wohl nicht ohne Grund, und irgendjemand wirds wohl bezahlt haben.
Religionen haben sich noch nie freiwillig der Zeit angepaßt, davor gabs immer erst mal Krieg und Zerstörung, und eine Trennung von Staat und Kirche.

Wenn der Papst noch lange genug lebt, so weiter für den Frieden zu arbeiten, drücke ich ihm fest die Daumen. Dann wäre er der erste Beweis, das die Kirche sich auf die Seite eines geistigen Wandels stellen kann.
Auch das wäre schon ein Fortschritt, und zwar einer, den man nicht hoch genug bewerten kann.

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