Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

11.09.2014

07:38 Uhr

Brasilien

Präsidentenwahl wird zum Krimi

Die Präsidentenwahl in Brasilien könnte ein echter Krimi werden: Zwischen Amtsinhaberin Dilma Rousseff und der früheren Umweltministerin Marina Silva wird es immer knapper. In wenigen Wochen kommt es zum Showdown.

Brasiliens Präsidentin Dilma Rousseff hatte sich von der Fußball-Weltmeisterschaft im eigenen Land einen Schub erwartet, der angesichts der massiven Proteste und Schulden aber ausblieb. Reuters

Brasiliens Präsidentin Dilma Rousseff hatte sich von der Fußball-Weltmeisterschaft im eigenen Land einen Schub erwartet, der angesichts der massiven Proteste und Schulden aber ausblieb.

Wenige Wochen vor der Präsidentenwahl in Brasilien zeichnet sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Amtsinhaberin Dilma Rousseff und der früheren Umweltministerin Marina Silva ab. Nach einer am Mittwoch veröffentlichten Umfrage hat Silva nicht nur gute Chancen, Rousseff im ersten Wahlgang mit einigen Prozentpunkten Vorsprung zu besiegen. Bei der sich abzeichnenden Stichwahl könnte sie demnach ebenfalls gewinnen.

Silva hatte ihre Kandidatur erst im vergangenen Monat nach dem Unfalltod des Präsidentschaftsbewerbers Eduardo Campos bekanntgegeben. Zuvor war sie von ihm für das Amt der Vizepräsidentin aufgestellt worden. Die Brasilianer wählen am 5. Oktober ein neues Staatsoberhaupt. Der Umfrage zufolge käme Silva in der ersten Runde auf 47 Prozent der Stimmen und Rousseff auf 43 Prozent. Bei der wahrscheinlichen Stichwahl am 26. Oktober hätte Silva demnach sogar einen noch deutlicheren Vorsprung.

Geregelte Staatspleiten: Uno will Geier-Fonds ausbremsen

Geregelte Staatspleiten

Uno will Geier-Fonds ausbremsen

Die internationale Gemeinschaft will in Zukunft Staatspleiten – wie die von Argentinien – nicht mehr Spekulanten überlassen. Ein entsprechendes Regelwerk beschloss die Uno-Vollversammlung.

Rousseff hatte sich von der Fußball-Weltmeisterschaft im eigenen Land einen Schub erwartet, der angesichts der massiven Proteste und Schulden aber ausblieb. Die Präsidentenwahl entscheidet auch darüber, ob Brasiliens Wirtschaft wieder an Fahrt gewinnt. Börsianer werfen Rousseff vor, eine unternehmensfeindliche Politik zu vertreten und nicht auf die Interessen der privaten Minderheitsaktionäre von halbstaatlichen Konzernen wie dem Ölkonzern Petrobras zu achten.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×