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13.02.2014

04:42 Uhr

Brasilien

Verletzte bei Protesten der Landarbeiter

Bisher hatten die brasilianischen Landarbeiter immer friedlich für die Agrarreform demonstriert. Dieses Mal eskalierte es jedoch: Bei Ausschreitungen mit Sicherheitskräften wurden Dutzende Menschen verletzt.

Polizisten stehen vor einem Plastikeimer mit Totenkopf  Symbol für die Pestizide, die in Brasilien eingesetzt werden. AFP

Polizisten stehen vor einem Plastikeimer mit Totenkopf Symbol für die Pestizide, die in Brasilien eingesetzt werden.

BrasiliaBei gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen demonstrierenden Bauern und der Polizei in Brasilien sind mehr als 40 Menschen verletzt worden.

Die Sicherheitskräfte setzten laut dem Bericht eines AFP-Fotografen am Mittwoch in der Hauptstadt Brasília Tränengas und Gummigeschossen ein, um die Kundgebung zu beenden.

An ihr nahmen rund 15.000 landlose Bauern teil. Die Bewegung der Landarbeiter ohne Boden (MST) forderte eine zügigere Umsetzung der Agrarreform. Ein Regierungsvertreter sicherte den Demonstranten ein Treffen mit Präsidentin Dilma Rousseff am Donnerstag zu. Als die Bauern jedoch versuchten, Barrikaden vor dem Präsidentensitz zu errichten, schritten die Sicherheitskräfte ein.

Dies ist eine deutliche Eskalation, bisher verliefen die seit Wochen anhaltenden Proteste der Landlosen meist friedlich.

In Brasilien gibt es seit Monaten immer wieder Demonstrationen, sie richten sich vor allem gegen die Erhöhung der Ticketpreise im Nahverkehr sowie die Milliardenausgaben für die Fußball-WM in diesem Sommer und die Olympischen Spiele 2016.

Vor einer Woche war dabei in Rio de Janeiro ein Journalist so schwer verletzt worden, dass er am Montag starb.

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