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12.08.2011

16:47 Uhr

Brega weiter umkämpft

Gaddafi-Truppen wehren Rebellen-Vorstoß ab

Brega ist seit Monaten umkämpft. Die Aufständischen wollen die Öl-Infrastruktur unter ihre Kontrolle bringen. Meldungen darüber, dass ein Wohngebiet bei Brega unter Kontrolle der Rebellen sei, waren offenbar verfrüht.

Ein Libyer inspiziert ein zerstörtes Gebäude in der Stadt Zlitan. Quelle: dapd

Ein Libyer inspiziert ein zerstörtes Gebäude in der Stadt Zlitan.

BenghasiDie Truppen des libyschen Machthabers Muammar Gaddafi haben einem Vorstoß der Rebellen auf die strategisch wichtige Stadt Brega standgehalten. Ein Wohngebiet, das etwa 15 Kilometer von dem Ölhafen entfernt ist, war am Freitag entgegen früherer Informationen nicht gänzlich unter Kontrolle der Aufständischen. Das Gebiet sei noch nicht gesichert, räumte Rebellen-Sprecher Mohammed Sawawi ein. „Es sind noch einige Gaddafi-Soldaten dort“, so Sawawi. Außerdem würde der Gegner die Stadt mit Raketen unter Beschuss nehmen.

Am Donnerstag hatten die Rebellen die Einnahme des Wohngebiets verkündet. Brega ist seit Monaten umkämpft. Die Aufständischen wollen die Öl-Infrastruktur, zu der neben dem Hafen auch eine Raffinerie zählt, unter ihre Kontrolle bringen, um mit den Einnahmen aus dem Ölexport ihren Kampf gegen Gaddafi leichter zu finanzieren. Während das 750 Kilometer östlich von Tripolis gelegene Brega in der Hand der Gaddafi-Anhänger ist kontrollieren die Rebellen die Hafenstadt Misrata, die noch einmal 500 Kilometer weiter im Osten liegt.

Weitere Fronten haben sich in den vergangenen Monaten aber auch in anderen Landesteilen herausgebildet, etwa bei Sawija ungefähr 50 Kilometer westlich von Tripolis. Seit Tagen versuchen die Rebellen, in die Stadt vorzudringen, kommen aber nicht entscheidend voran. Die Nato unterstützt seit fast fünf Monaten die Rebellen mit Luftangriffen auf die Gaddafi-Truppen. Zuletzt geriet das Bündnis abermals erheblich in die Kritik, als Berichte über getötete Zivilisten sowie Angriffe auf das libysche Staatsfernsehen die Runde machten.

So äußerten sich unter anderem Russland, Indien und Brasilien als Mitglieder des UN-Sicherheitsrats besorgt. Am Donnerstag forderte der Generalsekretär der Vereinten Nationen, Ban Ki Moon, alle Beteiligten zu extremer Vorsicht auf, um weitere zivile Opfer zu vermeiden. Er bemängelte zudem, dass die Bemühungen um eine Lösung durch politische Verhandlungen überhaupt nicht vorankämen.

Von

rtr

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