Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

02.05.2014

18:48 Uhr

Brenner-Basistunnel

Österreich macht Druck auf Deutschland

Nachdem Österreich bereits die meisten bürokratischen Hürden zum Bau des Brenner-Basistunnel überwunden hat, macht die Alpenrepublik nun Druck auf den deutschen Partner.

Arbeiter bestücken am eine Wand am Ende des Zugangsstollens zum Brenner Basistunnel bei Steinach (Österreich) mit Sprengstoff. dpa

Arbeiter bestücken am eine Wand am Ende des Zugangsstollens zum Brenner Basistunnel bei Steinach (Österreich) mit Sprengstoff.

Steinach am BrennerÖsterreich übt bei den Planungen und Baumaßnahmen für den Brenner-Basistunnel Druck auf Deutschland aus. Der knapp 60 Kilometer lange Eisenbahntunnel soll auf der Strecke von München nach Italien den Brenner unterqueren. „Bayern muss alles dafür tun, dass die Zulaufstrecke für Berlin eine zwingende Notwendigkeit wird“, sagte der Tiroler Landeshauptmann Günther Platter am Freitag bei einem Termin mit dem bayerischen Innenminister Joachim Herrmann (CSU) in Steinach am Brenner. Österreich sei hier schon sehr viel weiter. Herrmann betonte: „Wir stehen absolut zu dem Projekt und wollen nicht, dass Bayern zum Nadelöhr wird.“

Derzeit plant die Bahn den Bau der Zulaufstrecke auf der deutschen Seite. Sie soll die Städte München, Rosenheim und Kiefersfelden verbinden. Wann es losgehen kann und wie teuer der Bau wird, will die Bahn bis spätestens Juli bekannt geben. Das Bundesverkehrsministerium schätzt die Kosten auf 2,6 Milliarden Euro.

Doch der Bau des Brenner-Basistunnels selbst und auch der Streckenverlauf der Anbindung sind umstritten. Vor allem im Inntal gibt es wegen des erwarteten Verkehrsaufkommens massive Proteste.

Von

dpa

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×