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23.02.2017

13:12 Uhr

Brexit-Auswirkungen

Deutlich weniger Zuwanderung nach Großbritannien

Seitdem eine Mehrheit der Briten für einen Austritt aus der Europäischen Union gestimmt hat und Pläne zur Begrenzung der Zuwanderung veröffentlicht wurden, hat der Zuzug von Ausländern stark abgenommen.

Die Zuwanderungsraten haben zuletzt stark abgenommen. Von September 2015 bis September 2016 wanderten fast 50.000 Menschen weniger nach Großbritannien ein, als noch im Vorjahreszeitraum. dpa

Unattraktives Königreich

Die Zuwanderungsraten haben zuletzt stark abgenommen. Von September 2015 bis September 2016 wanderten fast 50.000 Menschen weniger nach Großbritannien ein, als noch im Vorjahreszeitraum.

LondonDer Zuzug von Ausländern nach Großbritannien hat stark abgenommen. Von September 2015 bis September 2016 sei die Zahl der neu im Vereinigten Königreich registrierten Ausländer auf 273.000 gesunken, teilte das Statistikamt am Donnerstag mit. Dies seien netto 49.000 Migranten weniger als im Vorjahreszeitraum. Der größte Anteil der Zuwanderer stammte mit 165.000 weiter aus der Europäischen Union. Aber auch deren Anteil sank um 6000 gegenüber dem Vorjahr. Gleichzeitig nahm die Zahl der Bürger aus ost- und mitteleuropäischen EU-Staaten stark zu, die Großbritannien wieder verließen.

Im Juni 2016 hatte sich eine knappe Mehrheit in einer Volksbefragung für den Austritt Großbritanniens aus der EU ausgesprochen. Die Gegner des europäischen Staatenbundes hatten im Wahlkampf unter anderem mit einer drastischen Begrenzung der Zuwanderung vor allem aus osteuropäischen EU-Staaten geworben und lehnen die Reisefreiheit der EU-Bürger ab.

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Die Sektion der Dienstleister treibt Großbritannien an. Die Branche sorgte im letzten Quartal 2016 maßgeblich für einen Anstieg des BIP. Im Gesamtjahr kratzt das Wirtschaftswachstum an der zwei-Prozent-Marke.

Premierministerin Theresa May hat das Ziel ihres Vorgängers David Cameron übernommen, die Netto-Zuwanderung auf unter 100.000 Menschen zu senken und durch den EU-Austritt wieder die volle Kontrolle über die Zuwanderung zurückzugewinnen. Einwanderungsminister Robert Goodwill nannte auf Sky TV die neuen Zahlen sehr ermutigend. Er hoffe, dass weitere Fortschritte auf dem Weg zum Ziel der 100.000 erreicht würden.

Nach Angaben des Statistikamtes stieg die Zahl der Rückkehrer nach Polen, Tschechien, die Slowakei, Slowenien, Ungarn, Estland, Lettland und Litauen gegenüber dem Vorjahr um 12.000 auf 39.000. Hingegen gab es einen starken Zuzug aus Bulgarien und Rumänien um 19.000 Menschen auf die Rekordzahl von 74.000. Angesichts dieser Zahlen sei es noch zu früh für eine valide Bewertung, welchen Auswirkung das Brexit-Votum auf die langfristige Zuwanderung habe, sagte Nicola White vom Statistikamt.

Von

rtr

Kommentare (1)

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Herr Alessandro Grande

23.02.2017, 14:49 Uhr

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