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13.03.2018

19:02 Uhr

Brexit

Briten müssen wohl noch bis zum Jahr 2064 in EU-Kassen einzahlen

Die Abschlussrechnung für Großbritannien beim Austritt aus der EU fällt saftig aus: Sie dürfte mehr als 37 Milliarden Pfund betragen.

Brexit: Briten zahlen wohl noch bis 2064 in EU-Kassen ein dpa

Brexit

Eine Flagge Großbritanniens weht vor dem Gebäude der Europäischen Kommission.

LondonGroßbritannien muss laut unabhängigen Vorhersagen möglicherweise noch fast ein halbes Jahrhundert nach dem geplanten Brexit in die Kassen der Europäischen Union einzahlen. Das britische Büro für Haushaltsverantwortung veröffentlichte am Dienstag Dokumente, in denen geschätzt wird, dass die Abschlussrechnung für die Briten 37,1 Milliarden Pfund (41,9 Milliarden Euro) betragen dürfte.

Der Großteil davon ist demnach in den nächsten Jahren fällig. Die Zahlungen sollen den Angaben zufolge aber bis zum Jahr 2064 weitergehen, um Verbindlichkeiten wie Pensionen zu begleichen, die Großbritannien während seiner 45-jährigen EU-Mitgliedschaft angehäuft hat.

Im Dezember hatten die britische Regierung und die EU einige Fortschritte bei den Brexit-Verhandlungen erzielt. Als wichtigste Punkte galten dabei die Rechte von Bürgern im jeweils anderen Gebiet, die Frage nach der Grenze zwischen Nordirland und Irland sowie die Abschlussrechnung. Die Gespräche wurden nun auf das Thema künftige Handelsbeziehungen ausgeweitet.

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Die Briten fordern von den verbleibenden 27 EU-Mitgliedern, dass diese ihnen eine Übergangsperiode nach dem Austritt gewähren, der Ende März 2019 erfolgen soll. Während dieses Übergangs bliebe Großbritannien im EU-Binnenmarkt und auch in der Zollunion. Politisch hat das Wort aus London dann aber so gut wie kein Gewicht mehr in der EU.

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Von

ap

Kommentare (3)

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Herr Peter Spiegel

13.03.2018, 19:13 Uhr

37 Milliarden Pfund ein Geschenk für die Freiheit, ich würde freiwillig mehr bezahlen.

Enrico Caruso

13.03.2018, 19:49 Uhr

Die Reparationszahlungen sind selbstverständlich gerechtfertigt. Auch der Zeitrahmen bis 2064 ist nachvollziehbar.
Ist schon über die Demontage von Brücken und sonstiger Infrastruktur sowie Industrieanlagen entschieden worden?

Herr Peter Spiegel

13.03.2018, 19:55 Uhr

Es wäre auch richtig und wichtig Facharbeiter fordern. So könnte die kontinentale Industrie
ohne die verhassten Löhne wachsen.

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